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REGION: Mit 25 Jahren schon eine eigene Firma: «Hatte Selbstständigkeit im Hinterkopf»

Am 1. Juli übernimmt Simon Rohner aus Bazenheid die Elektro Widmer AG aus Mosnang als Inhaber und Geschäftsführer. Der Jungunternehmer erklärt, weshalb er sich schon in jungen Jahren zu diesem Schritt entschieden hat.
Beat Lanzendorfer
Der 25-jährige Simon Rohner übernimmt per 1. Juli die Elektro Widmer AG. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Der 25-jährige Simon Rohner übernimmt per 1. Juli die Elektro Widmer AG. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Simon Rohner, Sie übernehmen mit 25 Jahren ein Geschäft mit rund 35 Angestellten. Wie kommt man in Ihrem Alter dazu, einen solchen Schritt zu vollziehen?

Mein Ziel war schon immer, Verantwortung zu übernehmen, daher habe ich mir nach meiner vierjährigen Lehre vorgenommen, mit der Weiterbildung zu starten.

Wie sah diese aus?

Direkt im Anschluss an die Lehre begann ich die Schule zum Projektleiter. Dort hat sich schnell herauskristallisiert, was meine Bedürfnisse sind und dass ich noch einen Schritt vorwärtskommen möchte. Die Absolvierung der Meisterprüfung direkt nach der ersten Weiterbildung war für mich daher logisch.

Dann hatten Sie schon früh vor, sich selbstständig zu machen?

Es war schon in meinem Hinterkopf. Bei mir hat es etwas früher geklappt – es hat halt gepasst.

Haben Sie Ihre Ausbildung zum Elektroinstallateur schon bei der Elektro Widmer AG in Mosnang absolviert?

Nein, die vierjährige Lehre machte ich bei der Elektro Zweifel AG in Kirchberg. Anschliessend blieb ich meinem Lehrbetrieb während eines Jahres als Monteur treu, bevor ich zur Elektro Widmer AG wechselte.

Warum ist es die Elektro Widmer AG, die Sie als Geschäftsführer übernehmen?

Da waren diverse Punkte ausschlaggebend. Zum einem ist es eine dynamische Firma mit einer Mischung aus erfahrenen, jungen und motivierten Mitarbeiter. Weiter hat die EW Elektro Widmer AG ein sehr gutes Image. Ich fühle mich auch sehr wohl in der Region und möchte gerne mit dem Unternehmen für eine positive Weiterentwicklung beitragen.

Ihre Eltern führen in Bazenheid die Käserei Rohner. Gab es nie Absichten, den Beruf des Käsers zu erlernen, um später in den elterlichen Betrieb einzusteigen?

Nein für mich war das von Anfang an nie wirklich ein Thema. Ich selber habe mich schon immer für die technische Richtung interessiert.

Benötigten Sie eine lange Bedenkzeit, um sich für die Selbstständigkeit und die Übernahme der Elektro Widmer AG zu entscheiden?

Schon, das ist kein Entscheid, den man von heute auf morgen trifft. Klar habe ich mir Gedanken gemacht, wie die Zukunft aussehen könnte. Dieser Prozess zog sich ungefähr während eines Jahres hin.

Andere gehen in Ihrem Alter auf Reisen. War das für Sie keine Option?

Ich konnte letztes Jahr während eines Monates eine grössere Reise erleben. Ich finde unsere Region wunderbar und kann daher auch hier sehr schöne Momente erleben.

Wie haben Sie sich auf den Schritt in die Selbstständigkeit vorbereitet?

Durch diverse Gespräche mit der Familie und Freunden konnte ich Sicherheit gewinnen und mich in meinem Vorhaben bestärken. Ich habe das Vertrauen in mich, die Grundlagen zur erfolgreichen Selbstständigkeit habe ich mir in den diversen Weiterbildungen erarbeitet. Ich bin mir aber sicher, dass Herausforderungen auf mich zukommen – ausgelernt hat man nie.

Haben Sie keine Bedenken, dass es schiefgehen könnte?

Nein, definitiv nicht. Ich kann auf die Erfahrung und Unterstützung von langjährigen Mitarbeitern zählen. Weiter steht mir auch Alexander Widmer beratend zur Seite. Wir werden alles daran setzen weiterhin ein erfolgreiches Elektro-Unternehmen in der Region Toggenburg zu sein.

Bringen Sie bereits Führungserfahrung mit?

Ja, zum einen in Lichtensteig als Filialleiter. Zum anderen durfte ich als Projektleiter schon diverse grössere Projekte realisieren. Beispiele sind der Gewerbepark Dietfurt oder die Überbauung des Heberlein-Areals in Wattwil.

Was wird sich für Sie verändern?

Als bisheriger Filialleiter hat man den Anspruch, die einem übertragene Arbeit in einer guten Qualität abzuliefern. Als Geschäftsführer ist man sicher noch sensibler, auch was das Auftreten gegen aussen betrifft. Ich möchte eine erfolgreiche Firma führen, die mindestens gleich viele Mitarbeiter wie heute beschäftigt und in der Region Toggenburg, unserem Haupteinzugsgebiet, als starkes und zuverlässiges Unternehmen wahrgenommen wird.

Bike- und Fussballfan

Simon Rohner (Jahrgang 1993) ist in Bazenheid aufgewachsen. Er wohnt heute noch dort. Zur Familie gehören seine Eltern Heidi und Arnold, welche die Käserei Rohner führen, sowie die Geschwister Pirmin (1992) und Livia (1995). Nach der obligatorischen Schulzeit schloss Simon Rohner die vierjährige Lehre zum Elektroinstallateur bei der Zweifel Elektro AG in Kirchberg ab. Direkt im Anschluss folgte die zweijährige Ausbildung zum Projektleiter und die einjährige Meisterprüfung – beides in St. Gallen. Der frühere Unihockeyaner ist in seiner Freizeit gerne auf dem Bike unterwegs oder besucht Spiele des FC St. Gallen. (bl)

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