REGION: Millionen für Rückstände

In der Deponie Burgauerfeld bei Flawil können auch künftig Abfälle aus Verbrennungsprozessen gelagert werden. Die Delegierten des Zweckverbandes Abfallverwertung Bazenheid hiessen einen Ausbaukredit gut.

Simon Dudle
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Dank des genehmigten Ausbaukredits können direkt neben der Bahnlinie Wil–Gossau ein weiteres Jahrzehnt Abfälle aus Verbrennungsprozessen gelagert werden. (Bild: PD)

Dank des genehmigten Ausbaukredits können direkt neben der Bahnlinie Wil–Gossau ein weiteres Jahrzehnt Abfälle aus Verbrennungsprozessen gelagert werden. (Bild: PD)

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch

Einen Betrag von 5,5 Millionen Franken hatten die 32 Delegierten aus 28 Gemeinden des Zweckverbandes Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) am frühen Donnerstagabend an der Delegiertenversammlung in Kirchberg zu genehmigen. So viel Geld ist nötig, um die Deponie Burgauerfeld ausbauen zu können. Seit 1995 werden unweit der Bahnlinie Flawil-Gossau Rückstände aus Verbrennungsanlagen gelagert. So zum Beispiel Schlacke aus den Rostöfen, Aschen aus den Rostöfen und dem Wirbelschichtofen und Inertmaterial aus dem Verbrennungsprozess.

Da die ersten beiden Etappen schon bald verfüllt sind, steht nun ein nächster Ausbau an. Im vergangenen Jahr ist das Deponiegrundstück erworben worden. Die ZAB-Verantwortlichen erwarten in den kommenden ein bis zwei Monaten die Betriebsbewilligung. Nächstes Jahr soll die Mulde abgedichtet werden. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, um ein weiteres Jahrzehnt gesetzeskonform Abfälle von Verbrennungsprozessen lagern zu können.

ZAB ist «fit wie eh und je»

Seit genau drei Jahrzehnten ist der ZAB im Burgauerfeld aktiv. Nachdem ihm im Jahr 1987 die Bewilligung erteilt worden war, startete 1994 die erste Etappe. Bei dieser wurde ein Volumen von 240000 Kubikmeter verfüllt. Zwischen 2008 und 2010 erfolgte der Bau der zweiten Etappe mit einem Deponievolumen von 250000 Kubikmetern. Weitere 160000 Kubikmeter sollen es in der dritten Etappe sein. Der Betrieb dürfte in gut einem Jahr aufgenommen werden. Und dann? Selbst danach steht noch ein Deponievolumen von 350000 bis 400000 Kubikmeter zur Verfügung.

Der 5,5-Millionen-Kredit war nicht umstritten und wurde einstimmig gutgeheissen. Dies erstaunte nicht, da der ZAB gut aufgestellt ist. Seit Ende 2016 hat er keine Schulden mehr. «Unser Verband ist fit wie eh und je. Mengenmässig und finanziell werden wir die Ziele im laufenden Jahr erreichen oder gar besser abschiessen als budgetiert. Der Betrieb läuft stabil», sagte Verwaltungsratspräsident Kurt Baumann. Für das nächste Jahr wird wiederum, wie 2017, eine Gesamt-Verarbeitungsmenge von 140000 Tonnen budgetiert.

Ein kleiner Gewinn erwartet

Das Budget des Zweckverbandes geht für das Jahr 2018 von einem konsolidierten Gesamtertrag von rund 33 Millionen Franken aus. Es präsentiert sich nach Abschreibungen in der Höhe von 6,7 Millionen Franken mit einem Gewinn von 650000 Franken nahezu ausgeglichen.