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REGION: Könige sammeln für Rumänien

Immer mehr Sternsingergruppen ziehen im Obertoggenburg von Tür zu Tür. Das widerspiegelt sich auch im hervorragenden Ergebnis der Spendensammlung. «Sensationell» sei dieses, sagt Pastoralassistent Andreas Spöcker.
An fünf Tagen waren die Sternsinger im Obertoggenburg unterwegs. Sie brachten den Segen und baten um Spenden in Ebnat-Kappel, Nesslau, Alt St. Johann und Stein (im Uhrzeigersinn). (Bilder: PD)

An fünf Tagen waren die Sternsinger im Obertoggenburg unterwegs. Sie brachten den Segen und baten um Spenden in Ebnat-Kappel, Nesslau, Alt St. Johann und Stein (im Uhrzeigersinn). (Bilder: PD)

Es ist ein überragendes Ergebnis für Caspar, Melchior und Balthasar. Fast 10000 Franken sammelten die Sternsinger im Obertoggenburg in den ersten Januartagen. Die Verantwortlichen der Seelsorgeeinheit Oberes Toggenburg zeigen sich entsprechend erfreut. An vielen Türen habe es beeindruckende, wohlwollende und freudige Begegnungen gegeben. Als Sternsinger unterwegs waren Kinder aus Ebnat-Kappel, Nesslau, Neu St. Johann, Stein, Alt St. Johann und Unterwasser. Sie brachten den Menschen in den Dörfern den göttlichen Segen sowie gute Wünsche für das neue Jahr und baten um Spenden für Kinder in Not und Elend.

Der gesammelte Betrag kommt dem Verein Pentru Copii Abandonati zugute. Dieser führt und unterstützt soziale Projekte für Kinder in Rumänien. Alle Projekte dienen der Versorgung der grundlegenden Bedürfnisse, der schulischen und beruflichen Ausbildung von Kindern und ihrer Integration in die Gesellschaft. Der Verein baut Kinderheime auf, in denen Kinder in einem familienähnlichen Umfeld ein neues Zuhause, Geborgenheit und liebevolle Betreuung finden.

Mit Spenden aus der Schweiz finanziert der Verein zwei Kinderheime in Ghimbav in der Nähe der Stadt Brasov. In den beiden Häusern «Casa Prichindel» und «Casa Livezii» leben gegenwärtig in drei Gruppen insgesamt 24 Kinder im Alter von 3 bis 18 Jahren. Das Ziel ist, die Kinder und Jugendlichen auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben zu begleiten und zu fördern und ihnen damit Zukunftsperspektiven zu ermöglichen.

Dieses Projekt wurde bewusst ausgesucht, weil Winfried Röder, der verstorbene Mesmer der katholischen Pfarrei in Neu St. Johann, viele Jahre aktiv am Aufbau dieser Kinderheime beteiligt und mehrmals längere Zeit vor Ort war. Er hat den Kontakt zur Heimleitung gepflegt und war bestens informiert über den aktuellen Stand der Projekte. Inzwischen sind seine Tochter Franziska sowie Christina Giger und andere aktiv in die Gestaltung der Projekte mit einbezogen.

Immer mehr Sternsingergruppen

Die Anzahl der Sternsingergruppen im Obertoggenburg wächst und wächst von Jahr zu Jahr. In Alt St. Johann und Unterwasser gab es solche erstmals seit vielen Jahren wieder. Franziska Looser-Beck hat diese aus eigener Initiative heraus wieder ins Leben gerufen. Gemeinsam mit Helferinnen und Helfern sowie den Eltern hat sie die Kleider genäht, gemeinsam mit Pastoralassistent Michael Nolle hat sie die Aussendungsfeier gestaltet. Selbst hat sie auch Gruppen begleitet und in unermüdlichem Fleiss alles Notwendige vorbereitet.

Stimmungsvolle ökumenische Aussendungsgottesdienste fanden an verschiedenen Orten statt. Durchgeführt wurden sie von den katholischen Pfarreien gemeinsam mit Pfarrerin Esther Schiess in Ebnat-Kappel und Pfarrer Marco Wehrli in Neu St. Johann und Stein. Sie wurden begleitet von Mitgliedern der Musikgesellschaft Nesslau. Nach dem Beisammensein aller Anwesenden bei Glühwein, Dreikönigskuchen und Punsch machten sich die Kinder auf die Reise durch die Orte. Insgesamt waren an fünf Tagen acht Gruppen mit jeweils vier bis sechs Kindern trotz intensivem Regen unterwegs. Die Spendenbeträge belaufen sich auf 3682 Franken in Ebnat-Kappel, 1578 Franken in Nesslau, 1659 Franken in Stein und 2603 Franken in Alt St. Johann und Unterwasser. Die Gesamtsumme beläuft sich damit auf 9522 Franken.

Zusammenspiel vieler Talente

Für Pastoralassistent Andreas Spöcker aus Ebnat-Kappel, der die Sternsinger-Aktion zum dritten Mal gemeinsam mit den Mitgliedern des Organisationskomitees geplant hat, ist das Ergebnis sensationell. «Zu Beginn ist es unvorhersehbar, wie das Gesamtkunstwerk im Rückblick aussieht», sagt Andreas Spöcker. «Eine erfolgreiche Sternsingeraktion ist immer das Zusammenspiel aus vielen verschiedenen Talenten und Fähigkeiten: vom Aussuchen des Spendenprojekts über das Erneuern von Kleidern bis zu den Dankabenden.» Wenn das finanzielle Ergebnis dann noch so herausragend das Vorjahr übertreffe, sei das ein rundum gelungenes Gesamtergebnis. «Für das kommende Jahr wäre es schön, wenn Kinder aus Wildhaus mit ihrer Teilnahme an der Sternsinger-Aktion die Gemeinden im Obertoggenburg komplettieren würden», sagt Andreas Spöcker. (pd)

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