REGION: Jugendliche erhalten Auszeichnung

Über fünfzig Jugendliche wurden kürzlich geehrt. Sie gehören dem örtlichen Kodex-Verein an und haben letztes Jahr auf Alkohol, Tabak und andere Suchtmittel verzichtet.

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Die diesjährigen Gold-Absolventen Eveline Giger, Livia Länzlinger, Julian Raschle und Patricia Schönenberger mit den grosszügigen Sponsoren von Kiwanis Claudia Böni und Felix Widmer. (Bild: PD)

Die diesjährigen Gold-Absolventen Eveline Giger, Livia Länzlinger, Julian Raschle und Patricia Schönenberger mit den grosszügigen Sponsoren von Kiwanis Claudia Böni und Felix Widmer. (Bild: PD)

Am Samstagabend vor Ostern strömten die eingeladenen Jugendlichen aus Mosnang, Bütschwil, Ganterschwil und Lütisburg zum Teil mit Eltern und Geschwistern zum Zivilschutzzen­trum Bütschwil. Dort hatte der Vorstand des Kodex-Vereins die Auszeichnungsfeier vorbereitet. Um 18.30 Uhr begrüsste der Präsident die Anwesenden sowie die Behörden-Mitglieder und die Delegation von Kiwanis Wattwil-Toggenburg.

Diesmal war bereits der vierte Jahrgang seit der Gründung des örtlichen Vereins vor bald sieben Jahren zur Baumpflanzung eingeladen worden. Wenn die Jugendlichen bestätigen können, dass sie während dieser dreier Jahre auf Suchtmittel verzichtet haben, dürfen sie aus regional geeigneten Baumsorten ihren persönlichen Baum auswählen. In einer kleinen Zeremonie mit feierlichem Anstossen mit Rimuss oben im Bodenwald wurden die Bäume platziert, unter beachtlichem Kraftaufwand im dicht überwachsenen Waldboden die Löcher gegraben und die Bäume eingepflanzt. Präsident Christian Widmer illustrierte an der abendlichen Auszeichnungsfeier für alle Anwesenden mehrere Eindrücke der Pflanzung in einer Bilderreihe.

Urkunde als Beilage für Bewerbungen

Namentlich wurden die Jugendlichen aufgerufen und sie durften von den zwei anwesenden Kiwanis-Mitgliedern Claudia Böni und Felix Widmer die von ihnen gesponserte Auszeichnungsmappe mit persönlichen Gratulationen in Empfang nehmen und sich zum Erinnerungsgruppenbild stellen. Die Mappen enthalten für alle Jugendlichen eine Urkunde und eine namentlich gravierte Medaille. Die Urkunde kann von den Jugendlichen als Beilage bei einer Lehrstellenbewerbung dienen, was auch Kiwaner Felix Widmer betonte. Er hat selber lange Jahre zahlreiche Jugendliche ausgebildet und bestärkte die jungen Leute auf diesem gesundheitsbewussten Weg in ihr Erwachsenenleben.

19 Jugendliche durften nach ihrem ersten Jahr die Bronze-Auszeichnung entgegennehmen. Sage und schreibe 32 haben bereits das zweite Jahr bewältigt und ihnen wurde somit die silberne Medaille und Urkunde überreicht. Mit dieser beachtlichen Anzahl ist dieser Jahrgang im örtlichen Verein der allerstärkste, welcher bisher gemeldet worden ist. Präsident Christian Widmer ermutigte die Jugendlichen, weiterhin bei der Sache zu bleiben, damit es im kommenden Jahr zu einer ganz besonderen Baumpflanzung kommen mag.

Abendlicher Plausch im Hallenbad

Nach der Feier waren alle bei einem reichhaltigen Apéro und Getränken zum gemütlichen Verweilen und Plaudern eingeladen. Diese Möglichkeit nahmen vor allem die erwachsenen Begleitpersonen wahr. Etwas später konnten sich die Jugendlichen ins nahegelegene Hallenbad zum abendlichen Badeplausch zurückziehen. Der Kodex-Verein hatte ausserhalb der offiziellen Öffnungszeiten das Bad gemietet. Bademeister Markus Ragaz ermöglichte den besuchenden Teenagern eine aussergewöhnliche Wasserfreude: sämtliche Tummel-Geräte standen den Jugendlichen zur Verfügung, es leuchtete die farbige Unterwasserbeleuchtung und tönte Musik aus den Lautsprechern. Die Gruppe war begeistert.

Die Vertreter der Kiwanis Wattwil-Toggenburg und die Behörden-Mitglieder zeigten sich im Gespräch beeindruckt von den sinnvollen Zielen des Kodex-Vereins: Bewusst und freiwillig im jungen Alter auf sämtliche Suchtmittel zu verzichten. Seit der Gründung des Vereins haben sich immer mehr Sponsoren zur Unterstützung dieser gesundheitsbewussten Kriterien bereiterklärt. Kodex versucht im dreijährigen Programm, die teilnehmenden Jugendlichen zu motivieren, um den gefährlichen Genüssen einen Bogen zu machen. Jeder Monat – jedes Jahr Verzicht ist sowohl für die Gesundheit der Jugendlichen als auch für das Bewusstsein und die Charakterstärke der jungen Menschen ein grosser Gewinn. (pd)