REGION: Hilfe für ein gefährdetes Kulturgut

Die Junge Wirtschaftskammer Toggenburg unterstützte auf der Alp Selun den Wiederaufbau von Trockenmauern. Die Arbeit war streng, aber lehrreich.

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Peter Bösch, Präsident Alpgenossenschaft Selun, Oliver Lacher, Simon Schällibaum, Ivan Gämperle, Präsident JCIT, Thomas Gämperli, Fritz Ammann, Alpwirtschaft Wildmannli, Michael Schady, Lukas Rogger, Samuel Schiess, Sonja Grob sowie Mike Klauser. (Bild: pd)

Peter Bösch, Präsident Alpgenossenschaft Selun, Oliver Lacher, Simon Schällibaum, Ivan Gämperle, Präsident JCIT, Thomas Gämperli, Fritz Ammann, Alpwirtschaft Wildmannli, Michael Schady, Lukas Rogger, Samuel Schiess, Sonja Grob sowie Mike Klauser. (Bild: pd)

REGION. Bei idealen Temperaturen und traumhaftem Wetter startete am Freitag vor einer Woche das Mauer-Wiederaufbau-Projekt. Die in die Jahre gekommenen Natur-Trockenmauern sind auf der Alp Selun beim Wildmannli teilweise fast gar nicht mehr vorhanden. Durch Wind und Wetter und die schweren Schneelasten im Winter kamen die Mauern zu Fall.

Jedes Jahr unterstützt die Junge Wirtschaftskammer Toggenburg (JCIT) mit einem Sozialanlass die Region, wie Ivan Gämperle, Präsident der JCIT, erklärt. Dieses Jahr kam die Unterstützung der Alp Selun zugute. Peter Bösch, Präsident der Alpgenossenschaft Selun, freute sich über die Hilfe. «Die Trockenmauern sind gefährdetes Kulturgut, dies vor allem durch das Wachsen der Bauzonen und durch Nutzungsaufgabe», betont er. Schon im Herbst 2015 wurde das Projekt sorgfältig rekognosziert. Damals waren auch Naturschutzvereine wie der WWF, Bird Life sowie Reto Zingg, Ökoberater und Initiator aus Ebnat-Kappel, anwesend.

«Ich habe gemerkt, dass es den Naturschutzvereinen sehr wichtig ist, dass diese Trockenmauern erhalten bleiben, da sie als Unterschlupf für Vögel und zahlreiche Kleintiere wie Eidechsen dienen», sagte Sonja Grob, Mitglied JCIT, die das Projekt betreute. Die gemeinsame Arbeit an der Mauer war für die Arbeitenden spannend und lehrreich. Zuerst wurden die Teilnehmenden der JCIT durch Simon Schällibaum aus Wildhaus-Alt St. Johann, auch Mitglied der JCIT, in der Kunst des Trockenmauerbaus eingeführt und während des kompletten Wiederaufbaus betreut. «Die Mauern sollen ja auch wieder einige Jahre halten», meinte Simon Schällibaum mit einem Augenzwinkern.

Auch das Gemütliche durfte am Anlass nicht fehlen, nach der anstrengenden Arbeit wurden alle durch die Genossenschaft Alp Selun in der Alpwirtschaft Wildmannli eingeladen, wo sie auch das Nachtlager aufschlugen, um am nachfolgenden Tag das Teilstück im Zeitplan fertigzustellen.

Die JCI Toggenburg umfasst Personen, welche im Rahmen privater oder öffentlicher Funktionen berufliche und soziale Verantwortung tragen oder zu übernehmen bereit sind. Sie ist Mitglied der Junior Chamber International Switzerland (JCIS) und der Junior Chamber International (JCI). Die Mitglieder treffen sich regelmässig zu Anlässen in der Region sowie nationalen und internationalen Treffen wie zum National-, Euro- oder Weltkongress und pflegen so ein persönliches Netzwerk mit Gleichgesinnten auf der ganzen Welt. (pd/lim)