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REGION: Giessenfall, Höggli und Rücht werden sistiert

Die St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG hat entschieden, die geplanten Kleinwasserkraftwerke in der Thur fallenzulassen. Die Realisierung der drei verschiedenen Standorte lohne sich schlicht nicht.
Bis auf Weiteres dürfen die Wasser der Thur unbedarft weiterfliessen. Ausser den bereits bestehenden Kleinwasserkraftwerken im Flusslauf werden derzeit keine neue gebaut. (Bild: Olivia Hug/Februar 2014)

Bis auf Weiteres dürfen die Wasser der Thur unbedarft weiterfliessen. Ausser den bereits bestehenden Kleinwasserkraftwerken im Flusslauf werden derzeit keine neue gebaut. (Bild: Olivia Hug/Februar 2014)

Die St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) sistiert ihre drei geplanten Projekte für Kleinwasserkraftwerke an der Thur. Das teilt sie gestern in einem Pressecommuniqué mit. Sie schreibt, dass der Grund dafür das angepasste Energiegesetz (EnG) nach der Abstimmung zur Energiestrategie 2050 sei. Denn Wasserkraftwerke mit geringer Leistung werden im Einspeisevergütungssystem nicht mehr berücksichtigt.

Die ursprüngliche Idee der SAK lautete, dass die Gewässer der Thur eine natürliche Ressource aus der Region bilden und mögliche Standorte für Kleinwasserkraftwerk bieten. Dieser Idee ging die SAK nach und arbeitete die vergangenen Jahre an detaillierten Nutzungsplänen für eine nachhaltige Energiegewinnung. Weil das Schweizer Stimmvolk am 21. Mai 2017 die Energiestrategie 2050 des Bundes angenommen habe, ändern sich die Grundvoraussetzungen für eine wirtschaftlich lohnenswerte Realisierung der drei Kleinwasserkraftwerke. Wie die SAK schreibt, stehe in einem darin enthaltenen Artikel, dass neue Wasserkraftwerke mit einer Leistung von weniger als einem Megawatt nicht mehr finanziell gefördert werden. Die drei geplanten Kleinwasserkraftwerke an der Thur fallen gemäss SAK in diese Kategorie und können nicht mehr am Einspeisevergütungssystem teilnehmen. Darum habe die SAK entschieden, die Projekte nicht weiterzuführen und bis auf Weiteres zu sistieren.

Die geplanten Standorte befinden sich auf dem Gemeindegebiet von Ebnat-Kappel und Nesslau. An den Standorten Oberer Giessenfall und Höggli nahm die SAK detaillierte Messungen und Analysen vor. In Zusammenarbeit mit der Firma Erneuerbare Energienutzungs-Gesellschaft (ENG) AG aus Ebnat-Kappel wurde der drittmögliche Standort mit dem Namen Rücht geprüft. Die Studien beinhalten technische sowie umweltrelevante Untersuchungen. Im Dezember 2013 reichte die SAK und die Firma ENG AG die drei Projekte beim Amt für Umwelt des Kantons St. Gallen als Konzessionsgesuche ein. (pd/lim)

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