REGION: Gegen die Pilzkrankheit scheint nichts zu wirken

Den Eschen geht es deutlich schlecht. Teils Bäume scheinen aber resistent oder tolerant zu sein.

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Das Eschentriebsterben ist eine ernstzunehmende, aus Ostasien eingeschleppte Pilzkrankheit. Es trat zum ersten Mal im Jahr 2008 in Basel auf und hat sich bis 2014 über die ganze Schweiz ausgebreitet. Im heutigen Gemeindeblatt von Oberhelfenschwil steht, dass der Pilz die einheimische Esche in allen Altersstufen befalle und es nach heutigem Stand der Forschung keine realistische Gegenmassnahmen gebe.

Sekundärschädlinge ­begünstigen den Pilz

Das Eschentriebsterben lasse Äste oder ganze Baumkronen absterben und führe in der Regel zum Ausfall der befallenen Bäume. Der Pilz werde durch Sekundärschädlinge wie zum Beispiel Hallimasch beschleunigt und begünstige so das Absterben der betroffenen Eschen.

Der Pilz überwintert in der Laubstreu auf dem Boden und verbreitet sich im kommenden Jahr mit den Pilzsporen über die Luft. Ein kleiner Lichtblick sei, dass schätzungsweise fünf bis zehn Prozent der Eschen gegenüber der Krankheit resistent oder tolerant zu sein scheinen, ist nachzulesen. Die Esche erfülle wichtige Schutzfunktionen, insbesondere entlang von Gewässern. Die Sicherheitsproblematik aufgrund Herunterfallen der Äste nehme zu.

Via Gemeindeblatt gibt das Kantonsforstamt für die Waldeigentümer Empfehlungen ab:

• Wenig Pflegeaufwand in Eschenbestände investieren

• Keine Neupflanzungen von Eschen vornehmen

• Förderung und Erhalt von gesunden oder potenziell resistenten Eschen. Diese soll man im belaubten Zustand vom Revierförster anzeichnen lassen.

• Stark geschädigte Eschen (als Gradmessung dient ein Laubverlust von mehr als 70 Prozent) an exponierten Stellen entfernen

• Vermeidung der Holzentwertung durch rechtzeitige Nutzung. Dies ist allerdings nur bei schönen Stämmen lohnenswert.

• Ausscheidung von Altholzinseln zur Förderung von Totholz prüfen, wo kein Sicherheitsrisiko besteht. (red)