REGION: Gärten in der Region häufig von Pilzkrankheiten befallen

REGION. Das nasse Wetter der letzten Wochen stellt Hobby- und Berufsgärtner vor eine Herausforderung. Denn die warme Nässe hat grosse Auswirkungen auf Krankheiten und Schädlinge bei Pflanzen. So ist im Moment die Wahrscheinlichkeit eines Befalls gross.

Saskia Bühler
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Von den tierischen Schädlingen ist dieses Jahr vor allem die Schnecke in den heimischen Gärten unterwegs. (Bild: Corinne Hanselmann)

Von den tierischen Schädlingen ist dieses Jahr vor allem die Schnecke in den heimischen Gärten unterwegs. (Bild: Corinne Hanselmann)

REGION. Das nasse Wetter der letzten Wochen stellt Hobby- und Berufsgärtner vor eine Herausforderung. Denn die warme Nässe hat grosse Auswirkungen auf Krankheiten und Schädlinge bei Pflanzen. So ist im Moment die Wahrscheinlichkeit eines Befalls gross. Laut Christian Müller, Geschäftsinhaber der Müko Gartengestaltung und Pflanzencenter in Buchs, sind viele Pflanzen im Moment überdurchschnittlich befallen.

Pilze vorbeugend bekämpfen

Es seien besonders viele Pilzkrankheiten in den hiesigen Gärten anzutreffen. Ausserdem seien viele Schnecken in der Region auf Futtersuche, und hier und da sehe man auch Blattläuse. Über die Art der Behandlung der Pflanzen muss von Fall zu Fall individuell entschieden werden. Bei pilzlichen Schädlingen ist es wichtig, dass sie bereits vorbeugend behandelt werden. Schnecken, Blattläuse und andere tierische Schadorganismen sollten erst dann bekämpft werden, wenn sie an der Pflanze sind und für diese eine ernsthafte Gefahr darstellen. Bei der Entscheidung für eine Behandlung müssen verschiedene Aspekte berücksichtigt werden. Eine grosse Rolle spielen dabei die Pflanzenart, der Befallsdruck und das Wetter. «Vielfach tritt bei einer Wetterbesserung ein Rückgang der Probleme auf», erklärt Müller. Wenn man trotzdem ein chemisches Pflanzenschutzmittel verwenden muss, muss man unbedingt die Dosierungsangaben des Herstellers beachten. Bei einer zu hohen Dosierung des Mittels kann die Pflanze Schäden am Blatt davontragen. Benutzt man eine zu geringe Dosis, können Pilze und andere Schädlinge eine Resistenz gegen den Wirkstoff entwickeln. Wann immer möglich sollte laut Christian Müller auf ein nützlingsschonendes Mittel zurückgegriffen werden.

Rotfaden im Rasen

ehr wichtig für die allgemeine Pflanzengesundheit ist eine standortgerechte Pflanzung. Der Bodenaufbau sollte pflanzenspezifisch korrekt sein und über einen guten Wasserabzug verfügen. Das sei «zwingend für ein gesundes Wachstum der Pflanzen», erklärt er. Ausserdem können Pflanzen mit Kompost oder Dünger gestärkt werden, so dass sie sich von alleine schon besser gegen Krankheiten schützen können.

Nach der jüngsten Regenphase seien die meisten Schäden an jenen Pflanzen zu sehen, die in einem schlechten Boden stehen, erklärt Müller. «Starke Bodenverdichtung ist in solchen Regenperioden tödlich.» Bei vielen Rasengräsern gebe es eine auffällige Häufung von Pilzbefällen. Dabei handle es sich vor allem um den sogenannten Rotfaden. Sobald das Wetter aber trockener wird, sollte sich dieser von alleine wieder herauswachsen. Unterstützen kann man die Heilung der Pflanzen mit kalibetonten Düngern. Ausserdem ist es ideal, wenn die Mähmesser sehr scharf sind. Das erzeugt einen sauberen Schnitt, und die Grasspitzen werden weniger befallen.