REGION: Fortschritte nach jeder Probe

Die Probearbeiten für das Musical «Peter Pan» laufen gut, wie der Projektleiter Matthias Ammann bestätigt. Für die Solisten und für das ganze Team stehen noch spannende Wochen bevor. Aufgeführt wird im Mai.

Adi Lippuner
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Remo Forrer, Sandra Brander, Matthias Ammann und Daniel Koller (von links) freuen sich auf die Premiere des Musicals. (Bild: Adi Lippuner)

Remo Forrer, Sandra Brander, Matthias Ammann und Daniel Koller (von links) freuen sich auf die Premiere des Musicals. (Bild: Adi Lippuner)

Adi Lippuner

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Die Motivation von Matthias ­Ammann zur Lancierung des Projektes «Musical Toggenburg» ist die gezielte Förderung junger Talente aus der Region. Es soll ein kultureller Höhepunkt sein und zukünftig im Zweijahresrhythmus über die Auffahrtstage stattfinden.

Den Startschuss zu dieser Talentschmiede macht das Musical «Peter Pan», welches derzeit durch Matthias Ammann als ­Berufsmusiker und Projektleiter zusammen mit dem Theaterpädagogen und Regisseur Daniel Koller erarbeitet wird. Weiter unterstützen die Flying Penguins mit Lea Diethelm und Sabrina Alpiger, Choreografie, Kathrin Abderhalden, Kostüme, Sonja Rüegg, Bühnenbild, Christoph Stolz, Bühnenbau, und Manuela Gubser, Administration, das Projekt. Mit der 19-jährigen Nesslauerin Sandra Brander – sie spielt im aktuellen Projekt die Rolle des Peter Pan – ist eine Solistin mit von der Partie, die schon seit mehreren Jahren gefördert wird. «Für mich ist Musik und Gesang ein wichtiger Ausgleich zum Alltag», so ihre Aussage nach einer längeren Probe. Begonnen hat sie im Kindesalter mit Singen. «Das hat mir immer Spass gemacht und als ich dann das erste Mal in einem Musical von Matthias Ammann mitmachen konnte, fühlte ich mich einfach gut.»

Talentklasse und Musicalsolistin

Das Talent von Sandra Brander wird sowohl bei den Musicals gefördert – sie wirkt inzwischen beim vierten Projekt mit – als auch beim wöchentlichen Gesangsunterricht. «Ich darf in der Talentklasse der Musikschule Toggenburg mitmachen. Das bedeutet, dass ich jede Woche eine ganze Stunde Unterricht habe, aber nur einen Teil davon selbst bezahlen muss. Voraussetzung, um dort dabei zu bleiben, ist ein nachzuweisender Fortschritt bei verschiedenen öffentlichen Auftritten.» Beim aktuellen Musical «Peter Pan» gefällt Sandra Brander nicht nur die Geschichte mit der Fantasiewelt, sondern ihre Aufgabe als Peter Pan. «Bei den vorherigen Musicals hatte ich immer eine Mädchenrolle und das passte zu meinem eher zurückhaltenden Wesen. Von Peter Pan verspreche ich mir, dass ich durch die Rolle auch neben der Bühne etwas offener werde.» Sie spüre die Fortschritte nach jeder Probe. «Es ist einfach faszinierend, wie sich alle einsetzen, zu Hause üben und voll motiviert bei den Proben dabei sind.»

Wie stark der Gedanke der regionalen Talentförderung beim Musical «Peter Pan» im Zentrum steht, zeigt auch das Engagement von Remo Forrer, Hemberg. Der 15-jährige Oberstufenschüler wurde von Matthias Amman angefragt, ob er beim Musical eine Solistenrolle übernehmen möchte. «Ich durfte beim Casting dabei sein und habe schon dort erlebt, dass hohe Anforderungen gestellt werden.» Für Remo Forrer bedeutet Singen alles. «Ich kann mich erholen, kann gute und schlechte Emotionen verarbeiten und fühle mich nachher immer gut.» Zu Hause singe er meist englische Poplieder, zusammen mit Schulkollegen sei es auch mal ein Jodel und beim aktuellen Projekt als Käpt’n Hook sind es Musicalmelodien. Ein grosser Traum des Jugendlichen ist die Teilnahme an «Die grössten Schweizer Talente». «Eliane Müller ist mein Vorbild. Ich durfte sie bei einem Konzert persönlich kennen lernen und bin begeistert, wie sie singt, Klavier spielt und souverän auftritt.»

Viele Fäden zusammenbringen

Für Matthias Ammann und Daniel Koller bringt jede Probe neue Erlebnisse. «Wir kommen unserem Ziel, das Publikum in eine Geschichte eintauchen zu lassen, Schritt für Schritt näher. Es ist eine Freude, die Emotionen, die jungen Talente und ihre frische, lebendige Art erleben zu dürfen», so der in Unterwasser aufgewachsene Daniel Koller. Aus seiner Sicht kommt während der Proben viel zusammen: Musik, Tanz, das Szenische und Emotionen. Alle Fäden zusammenbringen ist die aktuelle Herausforderung. Später kommen noch die Kostüme sowie das Licht dazu, um das Ganze abzurunden und richtig erlebbar zu machen.»

Klare Vorstellungen bezüglich musikalischer Umsetzung hat Projektleiter Matthias Ammann. Zudem kümmert er sich um die Finanzierung des Ganzen und freut sich, dass auch von Seiten der Bevölkerung sehr grosse Sympathie zum Projekt zu verspüren ist. Wer dieses mit einem persönlichen Beitrag unterstützen will, kann über die Crowd­funding-Plattform von Raiffeisen <%LINK auto="true" href="http://www.lokalhelden/musical-toggen" text="www.lokalhelden/musical-toggen" class="more"%> burg eine Spende tätigen. Bis zum 19. Mai muss die Limite ­ von 5000 Franken erreicht werden, damit die gesammelten Beiträge in das Projekt einfliessen können.

Sympathie und Unterstützung spürt Matthias Ammann auch von Seiten der Eltern der Bühnendarsteller. «Selbst wenn die Kinder am frühen Abend Proben haben, ist dies kein Problem. Die Eltern bringen sie nach Stein ins Mehrzweckgebäude und holen sie auch wieder ab.»

Musical «Peter Pan», über die Auffahrtstage, von Donnerstag, 25., bis Sonntag, 28. Mai, Tennishalle Unterwasser; weitere Informationen auf www.musical-toggenburg.ch. Vorverkauf über Toggenburg Tourismus.