REGION: Eigene Stärken vorweisen und sich abheben

Im Uzwiler Gemeindesaal fand die Schlussfeier der industriellen Berufe des Berufs- und Weiterbildungszentrums statt. 96 junge Leute nahmen ihre Abschlussnote in Empfang.

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Alle Teamplayer der sechs Abschlussklassen. (Bild: PD)

Alle Teamplayer der sechs Abschlussklassen. (Bild: PD)

Bereits zu Beginn der Feier konnte das Moderationsduo Ramona Allenspach und Dario Moro, beide BZWU-Lernende im dritten Lehrjahr, auf eine Premiere aufmerksam machen. An der diesjährigen Schlussfeier der Polymechaniker, Konstrukteure sowie Anlagen- und Apparatebauer wird zum ersten Mal allen Lernenden die Abschlussnote ab­gegeben. Anforderungen wie Durchhaltewillen, Präzision oder Teamfähigkeit werden nicht nur in der Berufsbildung, sondern auch in der Berufsausübung gefordert. In seiner Grussbotschaft zeigte Rektor Marco Frauchiger anhand von Bildern aus der Sportwelt auf, welche Ergebnisse möglich sind, wenn Menschen diese Charaktereigenschaften mit sich bringen.

Senad Aliu und Dugi Karrica zeigten anschliessend Szenen aus der Lehrzeit. Auf erfrischende, sympathische Art stellten sie die Nervosität vor der Prüfung dar, wie man sich in der Klasse gegenseitig unterstützt und wie ein Lernender vielen Ansprüchen gerecht werden muss. In der nachfolgenden Prämierung des besten Teamplayers wurde von jeder Klasse die Person geehrt, die sich am meisten für das Klassenklima, den Zusammenhalt und den Lernerfolg der Klasse eingesetzt hatte.

Als Festredner konnte Lukas Hugentobler von der Firma ­Turbal AG, Jonschwil, gewonnen werden. Die Moderation verwies darauf, dass er als Mitglied der Geschäftsleitung seines Betriebs die Industriebranche sehr gut kennt und somit die jungen Berufsleute versteht. Was bei den Bananen erwünscht sei, nämlich dass alle die gleiche Form und Qualität aufweisen würden, sei bei den Betrieben heutzutage nicht beliebt. Vielmehr seien Betriebe heute auf der Suche nach Arbeitskräften, die eine Stärke vorzuweisen haben und sich so von anderen abheben würden. Das Gesagte konnte sich während eines fröhlichen Folksongs von Strangers in Scotland setzen. «Lukas Pelzmann, einer der sechs Musikanten, hat einst selber am BZWU die Schulbank gedrückt und dort seine Begabung entdeckt», erklärte die Moderation.

Anschliessend wurden die ausgebildeten Berufsleute auf die Bühne gebeten, um ihre Abschlussnote entgegenzunehmen. Manuel Schädler von der Stihl GmbH & Co. KG konnte mit einem Schnitt von 5,2 die Prämie für die beste Abschlussnote Polymechaniker Profil G entgegennehmen. Bei den Anlagen- und Apparatebauern holte sich die von Industriebetrieben aus der Region gesponserte Profi-Akkubohrmaschine Lars Moser von der Bühler AG, und zwar mit einem Schnitt von 5,6. Ebenfalls den ersten Rang holten sich bei den Polymechanikern Profil E Sandro Brändle der Bühler AG mit einem Schnitt von 5,5 und Cyrill Schäpper der L. Kellenberger & Co. AG mit einem Schnitt von 5,6. Umrahmt wurde die Notenabgabe durch eine weitere Darbietung von Strangers in Scotland. Sie überzeugten mit ihrem mehrstimmigen Gesang und den eingängigen Liedern aus der eigenen Feder.

Im Schlusswort dankte Prorektor Felix Tschirky den Personen, die zum Gelingen der Schlussfeier beigetragen haben. Einen speziellen Dank richtete er an die zahlreichen Sponsoren aus Industrie und Gewerbe, welche der Feier ihren würdigen Rahmen verliehen hatten. Unter anderem hatten sie es ermöglicht, dass für die jungen Berufsleuten eine Rose bereitstand, die sie einer Person schenken konnten, die in den Jahren der Ausbildung eine wichtige Rolle gespielt hatte. Am Ende der Feier diese Rose zu erhalten, war wohl für manch eine anwesende Person eine weitere wohltuende Auszeichnung. (pd)

Prüfungserfolg aus der Region: Polymechaniker/in Profil G; Blerin Elmazi; Wecotech AG, Gähwil; Note 5