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REGION: Die Chefin und die 20 Männer

Bei ihr fliessen alle Fäden zusammen: Anne Rombach-Jung ist als Geschäftsstellenleiterin der Regio Wil die Anlaufstelle für die Chefs der 22 Mitgliedgemeinden.
Hans Suter
Anne Rombach-Jung auf dem Weg ins Büro. Die Geschäftsstelle der Regio Wil im Rail Center Wil beherbergt auch die Geschäftsstelle von Thurkultur und eine Niederlassung des Jung-Unternehmer-Zentrums. (Bild: Hans Suter)

Anne Rombach-Jung auf dem Weg ins Büro. Die Geschäftsstelle der Regio Wil im Rail Center Wil beherbergt auch die Geschäftsstelle von Thurkultur und eine Niederlassung des Jung-Unternehmer-Zentrums. (Bild: Hans Suter)

Hans Suter

hans.suter@wilerzeitung.ch

Man erkennt sie an ihrem Lächeln, das sie stets im Gesicht trägt. Aber auch an der Ruhe, die sie in jeder Situation ausstrahlt, am souveränen Umgang mit Anspruchsgruppen aller Art und jeden Schwierigkeitsgrades. Das Stellenprofil «Geschäftsstellenleiterin der Regio Wil» scheint geradezu geschaffen für Anne Rombach-Jung: Erfahrung im Führen einer Organisation, Praxis im Management von Projekten, hohe Sozialkompetenz, Generalistin mit hoher Selbstständigkeit und Kreativität, Fähigkeit zur Vernetzung der unterschiedlichen Akteure: Gemeinden, kantonale Amtsstellen, Unternehmen, Öffentlichkeit. Und das in einem Umfeld, das in extremis von Männern geprägt ist. Was sich etwa im Anforderungsprofil in folgendem Satz akzentuiert: «Motor für regionale Bestrebungen – Mister Regio Wil». Doch es wurde schliesslich eine Misses Regio Wil. Die Präsidien der 22 Mitgliedgemeinden – 20 Männer, eine Stadtpräsidentin (Wil), eine Gemeindepräsidentin (Lütisburg), – möchten es nichts anders.

Geschäftsstelle ist in Frauenhand

Doch so sehr die Regio Wil auf Ebene der Mitgliedgemeinden männerdominiert ist, gibt es gewissermassen einen Ausgleich in sozialer Gerechtigkeit: Die Geschäftsstelle der Regio Wil ist zu hundert Prozent in Frauenhand. An Anne Rombach-Jung, Sarah Hug Leuthold und Manuela Schöb führt kein Weg vorbei. Hier manifestiert sich Frauenpower pur. Ob Agglomerationsprogramm, Wil West, Standortentwicklung oder Kultur: diese drei Frauen haben die Zügel fest in der Hand. Und die Gemeindepräsidien sind dankbar. Die komplexen Anforderungen nebst dem Führen einer Politischen Gemeinde operativ zu meistern, ist längst undenkbar geworden.Anne Rombach-Jung ist sich gewohnt, mit Männern zu arbeiten, die quasi von Amtes wegen Alphatiere sind. Aber auch reine Frauenteams, wie bei der Regio Wil der Fall, mag sie. «Wichtig ist der Umgang miteinander, das Akzeptieren des Gegenübers und anderer Meinungen, und die Grösse, Fehler eingestehen zu können», sagt sie. Ihre Arbeit bei der Regio Wil liebt sie auch nach sieben Jahren noch. «Am Anfang war es, als dürfte ich ‹meine eigene› kleine Firma aufbauen», erinnert sie sich dankbar. Heute ist sie unentbehrliche Anlaufstelle für alle Anspruchsgruppen.

«Mein Traum? Beim symbolischen ersten Spatenstich von Wil West dabei zu sein», antwortet Anne Rombach-Jung spontan und lächelt. Sie weiss, dass das erst um das Jahr 2023/24 herum der Fall sein wird. Bis dahin ist sie bestrebt, dem einzigartigen Projekt Leben einzuhauchen, Menschen zu überzeugen und Unternehmen neue Chancen zu eröffnen.

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