REGION: Co-Präsidium für Blaues Kreuz

Das Blaue Kreuz St. Gallen-Appenzell wählte erstmals ein Co-Präsidium und drei neue Mitglieder in die Verbandsleitung. Vier Präsidenten von Arbeitsbereichen wurden verabschiedet.

Drucken
Teilen
Der Vorstand in neuer Zusammensetzung: Rahel Müller, Rheineck, Mitglied; Christina Nutt, Azmoos, Aktuarin; René Lutz, St. Gallen, Co-Präsident, (Bild: PD)

Der Vorstand in neuer Zusammensetzung: Rahel Müller, Rheineck, Mitglied; Christina Nutt, Azmoos, Aktuarin; René Lutz, St. Gallen, Co-Präsident, (Bild: PD)

Esther Frei, Mogelsberg, und René Lutz, St. Gallen, leiten künftig das Blaue Kreuz St. Gallen-Appenzell. Noëmi Huber, St. Gallen, Elisabeth Hehli, Grabs, und Rahel Müller, Rheineck, arbeiten künftig in der Verbandsleitung mit. Mit einem Präsent verabschiedet wurden vier Präsidenten: Max Bänziger, Wald, Verband St. Gallen-Appenzell, Hansueli Scherrer, Nesslau, Heimkommission Wohnheim Felsengrund, Stein, Urs Leuenberger, Waldstatt, Hauskommission Jugend- und Freizeithaus Hirschboden, Gais und Werner Rolli, Vereinspräsident Wattwil.

Im Auftrag von Kantonen und Gemeinden wurden im Berichtsjahr über 400 Alkohol- und Tabaktestkäufe durchgeführt. Leider halten sich noch immer mehr als 30 Prozent der Betriebe nicht an die Jugendschutzbestimmungen. Beliebt ist die alkoholfreie Blue Cocktail-Bar an Anlässen und mit Mixworkshops. Im neuen Jahr soll ein Barmobil angeschafft werden. Die Beratungsarbeit in St. Gallen bewegte sich im Rahmen des Vorjahres. 83 Klientinnen und Klienten suchten erstmals die Fachstelle auf. 84 Ratsuchende beendeten die Beratung. Das Team führte über 1000 Gespräche und war für gut 100 Gruppentreffen verantwortlich. Auch 98 Telefon- und 26 Mailberatungen fanden statt. Gut angelaufen ist das neue Angebot «Ambulanter Alkoholentzug in fünf Tagen».

Seit dem 1. Oktober 2017 führt das Blaue Kreuz im Auftrag des Kantons die Suchtberatung von Appenzell Innerrhoden mit einem Stellenumfang von 30 Prozent. Beratungen finden freitags in Appenzell, zusätzlich in St. Gallen und bei Bedarf in Oberegg statt.

Wohnheim Felsengrund IVSE-anerkannt

Seit 1. Januar ist das Heim in Stein ein anerkannter stationärer Heimbetrieb. Diese Anerkennung vereinfacht den einweisenden Stellen das Finanzwesen und vereinfacht die administrativen Aspekte. Der Felsengrund kann 25 Männer und Frauen beherbergen, die wegen ihres übermässigen Alkoholkonsums nicht mehr allein wohnen können.

Weiter wurde an der Hauptversammlung bekannt gegeben, dass alle drei Brockenstuben in St. Gallen, Berneck und Gais den Umsatz leicht steigern konnten und mit dem Gewinn helfen, die Präventions- und Beratungsarbeit mitzufinanzieren. Das gute Ergebnis ist dank der 72 Freiwilligen, die wieder mehr als 12500 Stunden investiert haben, möglich geworden. Gut 67000 Kunden haben etwas gekauft und viele von ihnen haben im vergangenen Jahr gut erhaltene Waren an die Brockenstuben geschenkt.

Freiwillige sind unverzichtbar

Seit jeher spielt die Freiwilligenarbeit eine wichtige Rolle. Verschiedene Aufgaben und Angebote wären nicht möglich, wenn nicht mehr als 100 Freiwillige die Arbeit der Angestellten unterstützen würden. Mindestens 19000 Stunden wurden im Berichtsjahr unbezahlt geleistet. Der Anteil der Freiwilligenarbeit ist in den Brockenstuben am höchsten. (pd/lim)

Hinweis www.blaueskreuz-sg-app.ch