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REGION: Bis zu 37 Millionen für die Regio Wil

Das dritte Agglomerationsprogramm der Regio Wil ist von Erfolg gekrönt: Der Bundesrat hat gestern verlauten lassen, mehrere beantragte Massnahmen mit einem Kostenanteil von 35 Prozent zu unterstützen. Kernstück ist das Projekt Wil West.
Hans Suter

Hans Suter

hans.suter@wilerzeitung.ch

Einen Autobahnanschluss und ein neues Gewerbe- und Industriequartier mit 1500 bis 3000 Arbeitsplätzen: Das ist der Kern des Projekts Wil West. Es wird von allen 22 Mitgliedgemeinden der Regio Wil mitgetragen und soll in den nächsten zehn Jahren sukzessive realisiert werden. Parallel dazu wird eine breite Palette an weiteren Projekten umgesetzt. Einen Schwerpunkt bilden Massnahmen zur Verkehrsentlastung der Stadt Wil.

Seit Dienstag ist klar, dass sich der Bund mit einem Kostenanteil von 35 Prozent an Massnahmen mit A-Priorität beteiligen wird: Insgesamt werden bis zu 36,8 Millionen Franken in das Agglomerationsprogramm der Regio Wil fliessen. Das Programm der dritten Generation wird seine Wirkung in den Jahren 2019 bis 2023 entfalten.

«Natürlich wären 40 Prozent noch schöner gewesen», sagte die Thurgauer Regierungspräsidentin Carmen Haag gestern gegenüber der «Thurgauer Zeitung». Da nur wenige Programme in der Schweiz diesen Satz erhalten würden, sei sie aber sehr zufrieden. Auch die St. Galler Regierung äusserte sich positiv zu den Entscheiden des Bundesrats.

Das Projekt Wil West wird zu einem grossen Teil auf Thurgauer Boden realisiert, der im Besitz des Kantons St. Gallen ist. Die grössten mitfinanzierten Einzelprojekte im Zeithorizont 2019 bis 2023 sind für den Kanton St. Gallen die Verkehrserschliessung des Entwicklungsschwerpunkts Wil West und die flankierenden Massnahmen in der Stadt Wil wie auch der Autobahnzubringer Witen in Rorschach und die Aufwertung des Bahnhofs Flawil. Das Bundesparlament berät die Mittelfreigabe im Frühling 2019.

Details sind noch nicht bekannt

Welche beantragten Projekte konkret wie und wann unterstützt werden, ist noch nicht im Detail bekannt. Regio-Wil-Präsident Guido Grütter geht davon aus, dass bald Klarheit herrscht. Er erwartet, Anfang Februar vom Bund die entsprechenden Angaben zum Aggloprogramm der Regio Wil zu erhalten. Am 16. März folgt in Bern ein Gespräch zur Besprechung der Entscheidungen des Bundes. Wie weit noch auf Änderungswünsche eingewirkt werden kann, wird sich zeigen. Es ist davon auszugehen, dass der Spielraum eng begrenzt ist. Aufgrund der Signale aus dem Vorgespräch sehen die Verantwortlichen der Regio Wil dem neuerlichen Gespräch positiv entgegen.

Die Schweizer Agglomerationsprogramme sind ein wichtiger Pfeiler der Agglomerationspolitik des Bundes und der nachhaltigen Raumentwicklung der Schweiz. Die Programme sind Voraussetzung, um beim Bund einen Antrag um Mitfinanzierung der Verkehrsinfrastrukturen zu stellen. Mit den Agglomerationsprogrammen wird eine koordinierte Planung von Verkehr, Siedlung und Landschaft im funktionalen urbanen Raum angestrebt. Verkehr, Pendlerverflechtungen und Siedlungsentwicklung machen nicht an den politischen Grenzen von Gemeinden und Kantonen halt. Die Agglomerationsprogramme werden alle vier Jahre angepasst. Für die Programme der dritten Generation beantragt der Bundesrat dem Parlament gesamthaft 1,2 Milliarden Franken.

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