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Hinterländer Kirchgemeinden
prüfen eine Fusion

Vier Kirchgemeinden haben das Projekt «Kirchenpark Appenzeller Hinterland» gestartet. Aus verschiedenen Gründen planen sie eine engere Zusammenarbeit. Gar eine Vereinigung ist denkbar.
Jesko Calderara
Die Kirchgemeinde Herisau hat in den letzten Jahren Mitglieder verloren.

Die Kirchgemeinde Herisau hat in den letzten Jahren Mitglieder verloren.

Die reformierten Kirchgemeinden Herisau, Schwellbrunn, Schönengrund und Waldstatt wollen stärker kooperieren. Dazu haben sie das Projekt «Kirchenpark Appenzeller Hinterland» gestartet. Zuerst müssen allerdings die Stimmberechtigten an der Kirchgemeindeversammlung oder an der Urne grünes Licht für solche Gespräche geben. Waldstatt hat dies bereits getan. In zwei Wochen steht nun die Urnenabstimmung in Herisau an. Am Donnerstag wurde deshalb das Vorhaben an einer Informationsveranstaltung im Kirchgemeindehaus vorgestellt.

Weil der Prozess erst in den Anfängen steckt, bleibt vieles noch unklar. «Für welche Art der Zusammenarbeit wir uns letztlich entscheiden, ist offen», sagte Uschi Hofmänner, Präsidentin der Kirchenvorsteherschaft (Kivo) Herisau vor den rund 40 Anwesenden. Denkbar seien beispielsweise die Zusammenlegung der Verwaltungen oder Kivos sowie die Schaffung eines gemeinsamen Sekretariats. Auch eine spätere Fusion der Kirchgemeinden ist eine Möglichkeit.

Abstimmung über Ergebnis für 2021 geplant

Das Projekt «Kirchenpark Appenzeller Hinterland» wird bewusst offen gestaltet. Für Urnäsch, Stein und Hundwil bleibt die Tür offen. Sie können sich auch zu einem späteren Zeitpunkt daran beteiligen. Für die Verhandlungen sind ungefähr zwei Jahre eingeplant. Vorgesehen ist, dass die Kirchgemeinden 2021 über die ausgehandelte Arbeit der Zusammenarbeit abstimmen werden. Bei einem Ja zur Vorlage wird diese auf das Amtsjahr 2022/23 eingeführt. «Die Kirchgemeindemitglieder werden regelmässig über den Verlauf der Gespräche informiert», versprach Hofmänner.

In ihren Ausführungen ging die Herisauer Kivo-Präsidentin auch auf die Ausgangslage ein. Heute seien Kirchgemeinden von ihrem Selbstverständnis her weitgehend geschlossene Einheiten, die ihre Arbeit zur Hauptsache innerhalb der Grenzen leisteten. Dieses Modell stösst jedoch immer mehr auf Hindernisse. Ursachen dafür sind knapper werdende Finanzen, ein Rückgang bei der Zahl der Kirchgemeindemitglieder und die Schwierigkeit, Freiwillige für eine Mitarbeit in der Kivo zu gewinnen.

Zusätzliche Abschreibungen dank Immobilienverkauf

Dass Handlungsbedarf besteht, zeigte sich im ersten Teil des Abends. Da stellte Beat Dick die Jahresrechnung 2018 der Kirchgemeinde Herisau vor. Diese kommt ebenfalls am 28. April zur Abstimmung. Im Rahmen seiner Präsentation zeigte Dick den Verlauf des Steuerertrages und der Mitgliederzahlen seit 2007. Fazit: Letztere hat abgenommen, während die Steuereinnahmen immerhin stagnieren. Die letztjährige Rechnung schliesst bei Einnahmen von knapp 3,8 Millionen Franken mit einem Verlust ab. Dieser beträgt rund 169000 Franken. Budgetiert war demgegenüber ein Fehlbetrag von 248000 Franken. Weniger hoch als erwartet ist der Steuerertrag ausgefallen. Er lag 42000 Franken unter dem Budget. Dick erwartet, dass in diesem Bereich auch künftig mit rückläufigen Erträgen zu rechnen ist. Dafür konnte 2018 die Liegenschaft Kreuzstrasse 26 für 1,55 Millionen Franken verkauft werden. Damit wurden ausserordentliche Abschreibungen getätigt.

Weniger Ausgaben für Veranstaltungen

Auf der Ausgabenseite schliesst insbesondere der Bereich Ressorts und Veranstaltungen besser ab. Dort wurden 50000 Franken weniger aufgewendete als geplant. Auch die Verwaltungskosten lagen um 13000 Franken tiefer als im Budget.

Hinweis

Am 27. und 28. April findet die Urnenabstimmung der Reformierten Kirchgemeinde Herisau statt. Die Mitglieder entscheiden über die Jahresrechnung 2018 und die Mandatserteilung des Projekts «Kirchenparks Appenzeller Hinterland». Am Samstag sind die Urnen von 10.30 bis 11.30 Uhr vor der reformierten Kirche und am Sonntag von 8.15 bis 11 Uhr vor dem reformierten Kirchgemeindehaus aufgestellt.

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