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Walzenhausen will raus aus dem Funkloch: Neue Antennenstandorte geplant

Der Mobilfunkempfang in Walzenhausen ist schlecht. Zwei neue Antennen sollen Abhilfe schaffen. Baugesuche wurden jedoch noch nicht eingereicht.
Astrid Zysset
Zwei neue Mobilfunkantennen werden wohl demnächst auf gemeindeeigenen Liegenschaften in Walzenhausen errichtet. Baugesuche wurden noch nicht eingereicht. (Bild: Peter Klaunzer)

Zwei neue Mobilfunkantennen werden wohl demnächst auf gemeindeeigenen Liegenschaften in Walzenhausen errichtet. Baugesuche wurden noch nicht eingereicht. (Bild: Peter Klaunzer)

Der Mobilfunkempfang auf dem Gemeindegebiet Walzenhausen ist «teilweise vorhanden, teilweise nicht», wie Gemeindepräsident Michael Litscher an einer kürzlich stattgefundenen Informationsveranstaltung der Gemeinde sagte. Im Gebiet Platz sei der Empfang gar gänzlich nicht vorhanden.

Die Situation soll sich nun aber verbessern. Die Gemeinde hat in Zusammenarbeit mit der Swisscom mögliche Standorte für weitere Antennen im Rahmen eines sogenannten Minizellennetzes eruiert. «Wir wollen eine minimale Grundversorgung sicherstellen», so Litscher. Flächendeckenden Empfang einzuführen, sei in Walzenhausen aufgrund der Topografie kaum möglich. Doch kleine Verbesserungen will der Gemeinderat erzielen und befindet sich darum seit mittlerweile zehn Jahren in Dauerverhandlungen mit dem Telekommunikationsunternehmen.

Vorerst kein 5G-Netz in Walzenhausen

Eruiert wurden verschiedene Antennenstandorte auf gemeindeeigenen Liegenschaften. Zwei werden nun favorisiert: Einerseits soll im Gebiet Lachen eine solche auf dem Vereinslokal errichtet werden. Die Strahlung, respektive die Sektoren, würden Richtung Osten und Westen ausgerichtet. Ein anderer Standort ist in Leuchen vorgesehen. Auf dem Trafohäuschen soll eine Antenne ihren Platz finden, die Strahlung würde Richtung Wilen gelenkt. Wann die beiden Antennen genau aufgestellt werden, ist unklar. Gemäss Flavio Soldati, Network Engineer bei der Swisscom, sind die Projekte praktisch fertig ausgearbeitet. Sobald sich die Gemeinde und die Swisscom geeinigt haben, werden die Baugesuche eingereicht.

Die Frage, die sich nun stellt, ist, ob es 5G-Antennen geben wird. Soldati führt aus, dass die Baugesuche «technologieneutral» eingegeben werden. Die Frequenz sei massgebend. Sie würde bei den beiden geplanten Antennen 700 bis 2600 MHz betragen. Dies wäre 5G-kompatibel. Aber:

«In naher Zukunft ist nicht vorgesehen, dass wir das 5G-Netz in Walzenhausen aufschalten. Vorerst konzentrieren wir uns auf 4G.»

An den beiden geplanten Standorten werden keine sogenannten adaptiven Antennen errichtet. Jene weisen keine konstante Strahlung mehr aus, sondern strahlen gezielt auf die jeweiligen Nutzer. Diese Antennen sind aber umstritten, da die aktuell gültigen Grenzwerte für Mobilfunkanlagen gebündelte Strahlung noch nicht berücksichtigen.

Michael Litscher, Gemeindepräsident Walzenhausen. (Bild: Monika Egli)

Michael Litscher, Gemeindepräsident Walzenhausen. (Bild: Monika Egli)

Geprüft wurde auch ein Standort auf dem Schulhaus Bild. Der Gemeinderat lehnte diesen jedoch aus «ethisch-moralischen Überlegungen» ab, wie Litscher ausführte. Einen Ersatz im Gebiet Platz gibt es nicht. Auch in der Ebni oder Ledi würde der Empfang weiterhin schlecht oder gar nicht vorhanden sein. Die Gemeinde pocht auf eine massvolle Netzabdeckung. «Wir nehmen die Ängste der Bevölkerung bezüglich der Strahlenbelastung sehr ernst», so Litscher.

Errichtung der Antenne auf Hotel sistiert

Die aktuelle Situation bezüglich Antennen ist in Walzenhausen für die Swisscom unbefriedigend. Auf dem Hotel Walzenhausen befindet sich eine. Diese sollte erneuert werden, sodass es möglich geworden wäre, die Mobilfunkanlage auf zwei Sektoren auszuweiten. Aufgrund der ungewissen Zukunft des Hotels wurde dieses Bauvorhaben jedoch auf Eis gelegt. Ein weiterer Standort ist auf der Firma HBB vorgesehen. Einsprachen gingen jedoch ein. Derzeit ist ein Augenschein vor Ort geplant, so Litscher. Diejenige Antenne bei der Firma Weiss gehört dem Unternehmen Salt.

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