Raumplanung macht Druck

WATTWIL. Einmal mehr ging Alois Gunzenreiner auf die wahrscheinlichen Auswirkungen der neuen Raumplanung ein. Insbesondere für Gemeinden in ländlichen Gebieten sei die Verdichtung beim Bauen wegen tiefer Bodenpreise schwierig zu realisieren.

Hansruedi Kugler
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WATTWIL. Einmal mehr ging Alois Gunzenreiner auf die wahrscheinlichen Auswirkungen der neuen Raumplanung ein. Insbesondere für Gemeinden in ländlichen Gebieten sei die Verdichtung beim Bauen wegen tiefer Bodenpreise schwierig zu realisieren. Anderseits würden Bewilligungen für Neueinzonungen künftig von einer angemessenen Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr abhängig gemacht. Dies werde in sogenannten ÖV-Güteklassen ausgedrückt und heisse, dass beispielsweise ein Halbstundentakt erfüllt sein muss, sagte Gunzenreiner. «Dies ist für ländliche Regionen angesichts des Kosten-Nutzen-Verhältnisses einer solchen Angebotsdichte in weiten Teilen nicht finanzierbar.» Längerfristig führe dies dazu, dass ländliche Regionen nur noch ihren Bestand sichern könnten. Eine Entwicklung sei so kaum mehr möglich. Für den Erhalt regionaler Infrastrukturen sei dies ein Problem: «Alleine mit dem Bestand kann man langfristig keine Versorgungseinrichtungen halten, ohne in permanente politische Diskussionen zu verfallen.»

Ein weiteres Sorgenkind des Gemeindepräsidenten ist die Bleikenstrasse Süd. In den Ausbau und Substanzerhalt der Infrastruktur wurden 2014 gesamthaft 1,398 Millionen Franken investiert. «Dieser Wert liegt deutlich unter dem Spielraum, der uns mit der Investitionsrechnung eigentlich zur Verfügung stünde», so Gunzenreiner. Leider ergäben sich immer wieder Verzögerungen von schon beschlossenen Projekten. Dies sei etwa bei der dritten Etappe der Projektbearbeitung Wisbach oder bei der Sanierung der Bleikenstrasse der Fall. Trotz jahrelangen Verhandlungen und Zugeständnissen der Gemeinde seien immer noch zwei Einsprachen hängig, sagte Alois Gunzenreiner.