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RALLYE: Zwei Heidler auf der Suche nach Schlaglöchern

Zwei Heidler, ein altes Auto und die Lust auf ein Abenteuer. Das sind die Zutaten für einen unvergesslichen Sommer. Zubereitet wird er auf den Strassen des Balkans – und in einer Heidler Autogarage.
Bruno Eisenhut
Die Brüder Martin (links) und Markus Frischknecht absolvieren täglich rund 600 Kilometer auf dem Weg von Graz nach Splitt. (Bild: Bruno Eisenhut)

Die Brüder Martin (links) und Markus Frischknecht absolvieren täglich rund 600 Kilometer auf dem Weg von Graz nach Splitt. (Bild: Bruno Eisenhut)

Bruno Eisenhut

bruno.eisenhut

@appenzellerzeitung

«Pothole Rodeo» heisst die Rallye, die von Graz durch die ungarische Puszta und den gesamten Balkan bis nach Splitt führt. Übersetzt bedeutet Pothole «Schlagloch». Und genau solche werden die Brüder Martin und Markus Frischknecht aus Heiden an der Low-Budget-Rallye, bei der Spass und Abenteuer im Vordergrund stehen, in Vielzahl antreffen. Nachdem die beiden nach unzähligen Abenden und Wochenenden ihren mehr als 20 Jahre alten «Audi 100» für die achttägige Tour fitgeschraubt haben, sind sie am vergangenen Samstag in Graz zur Rallye gestartet. Angetrieben werden die Toolbrothers, wie sie sich nennen, von der Abenteuerlust. Beim Renne, wo es nicht um Zeit, sondern einzig und allein um das gemeinsame Durchkommen geht, müssen täglich wechselnde Zusatzaufgaben gelöst werden. Beispielsweise – so erfuhren Martin und Markus Frischknecht – ging es im Vorjahr einmal darum, wer die grösste Melone an das Etappenziel mitbringt.

Ein Rennen für das kleine Budget

Voraussetzungen für die Rallye gibt es nur gerade zwei. Diese zu erfüllen sind aber nicht ganz einfach. Das Fahrzeug muss mindestens 20 Jahre alt sein und darf bei der Anschaffung nicht mehr als 500 Euro gekostet haben. Als langjährige Audi-Fans war für die Frischknecht-Brüder der Kauf eines ebensolchen Autos naheliegend. Im Rheintal wurden sie fündig. «Das Auto war aber in einem sehr schlechten Zustand», erinnert sich Markus Frischknecht. Der Automechaniker machte sich zusammen mit seinem Bruder – ein gelernter Landmaschinenmechaniker – nächtelang ans Werk. In der Autogarage von Markus’ Arbeitgeber wurde geschraubt, gebohrt oder geschmiert, was das Zeug hält. Geworden ist aus dem Autowrack ein rüstiges Rallyefahrzeug, wenn auch die Beschaffung der Ersatzteile zeitweilen eine echte Herausforderung war.

«Zweimal hat uns unser Audi 100 schon mitten auf der Strasse stehen gelassen», erklärt Martin Frischknecht. Entsprechend werden sie den Kofferraum auch mit Werkzeug und besonders gefragten Ersatzteilen füllen. Die Strassen seien teilweise in einem schlechten Zustand, haben sich die Frischknechts informieren lassen. «Unser oberstes Ziel ist deshalb auch, am Ziel anzukommen», so Markus Frischknecht.

Den beiden Heidlern mit der Nummer 56 auf der Motorhaube dürfte die Ambiente am Rallye gefallen. Martin, der ältere der beiden Brüder, nahm schon einmal als Mechaniker an einer Rallye teil. «Ganz leise träumen wir von weiteren Touren», sagt er. Dann aber wohl nicht mehr mit ihrem jetzigen Fahrzeug. Bestehen sie das «Pothole Rodeo» erfolgreich, wollen sie ihren Audi 100 nämlich verkaufen.

Die Vorbereitung für die Rallye war voll und ganz auf das Auto ausgerichtet. Entsprechend einfach werden die Übernachtungen ausfallen. «Schlafsack und irgendwo Camping, das muss reichen», sind sich die beiden Mechaniker einig. So wie es sich für ein wahres Sommerabenteuer halt gehört.

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