RALLYE: Geschafft! Heidler erreichen Split

Das Sommerabenteuer von Martin und Markus Frischknecht aus Heiden ist erfolgreich beendet. Von Graz nach Split, mitten durch den Balkan, nahmen sie an einer Rallye teil. Dabei zählten sie auf die Dienste ihres über 20-jährigen Audi 100. Dieser aber litt.

Bruno Eisenhut
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Nach 5500 Kilometern durch den Balkan jubeln Martin (links) und Markus Frischknecht am Ziel in Split. Die Rangierung ist dabei nebensächlich. (Bilder: PD)

Nach 5500 Kilometern durch den Balkan jubeln Martin (links) und Markus Frischknecht am Ziel in Split. Die Rangierung ist dabei nebensächlich. (Bilder: PD)

Bruno Eisenhut

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@appenzellerzeitung.ch

Als die beiden Heidler Martin und Markus Frischknecht in Splitt nach achttägiger Fahrt die Ziellinie überquerten zeigte ihr Audi 100 5500 Kilometer mehr an als er dies beim Start in Graz tat. Ein tolles Abenteuer sei es gewesen, bilanzieren die Brüder nach Ankunft am Ziel. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen seien sie in den elf Ländern welche sie passierten auf freundliche Leute gestossen. Das Interesse an der Rallye sei gross gewesen. Beim Rennen, wo es nicht um Zeit, sondern einzig und allein um das gemeinsame Durchkommen ging, mussten täglich wechselnde Zusatzaufgaben gelöst werden. Voraussetzungen für die Rallye gab es lediglich zwei. Das Fahrzeug musste mindestens 20 Jahre alt sein und durfte bei der Anschaffung nicht mehr als 500 Euro gekostet haben.

Die Temperaturen auf dem Balkan waren sommerlich. Trotz maximalen Messwerten von 43 Grad hätten sie keinen Sonnenbrand eingefangen, berichten die Brüder von der Rallye.

Durchschnittlich 680 Kilometer

Die Grenzübertritte auf dem Balkan hätten sie unterschiedlich abgespielt. Während die Grenzwächter und Polizisten vielerorts an der Rallye und am alten Audi 100 interessiert waren, nahmen es die Zöllner bei der Einreise nach Montenegro sehr genau. Rund zwei Stunden Wartezeit mussten die beiden Heidler in Kauf nehmen. Entschädigt wurden sie später dafür mit zahlreichen unbekannten Gegenden und vielen atemberaubenden Blicken auf das Meer. In Dhermi in Albanien beispielsweise war der Etappenort direkt am Meer gelegen. Im Balkangebiet hatten die Brüder aber auch mit zahlreichen Tücken zu kämpfen. Im Griechenland etwa kamen die beiden sprachlich an ihre Grenzen. Weiter setzten sie sich zum Ziel, die Rallye ohne Navigationsgerät zu absolvieren. Dies wiederum bedeutete, dass sie von jedem Land passendes Kartenmaterial besorgen mussten. Dass nicht jede Strasse darauf eingezeichnet war, stellten die beiden dabei rasch fest.

Nach achttägigem Dauereinsatz mit durchschnittlich 680 Kilometern pro Tag ist nun Erholung angesagt. «Wir wollen unser Sommerabenteuer noch ein weinig verlängern», sagten sie am Ziel und verbringen jetzt noch ­einige Tage in Split.

Zwar ist die Rallye durch den Balkan mit der Zielankunft beendet, dennoch steht eine weitere Prüfung an. Martin und Markus Frischknecht werden ihren alten Audi 100 zurück in die Heimat fahren und dort versuchen, ihn zu verkaufen.