Rally-Obedience-Wettkampf

Hundesport Toggenburg

Ruth Clarke
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Sonja Egger mit Australian Cattle Dog Q auf dem Parcours. (Bild: PD)

Sonja Egger mit Australian Cattle Dog Q auf dem Parcours. (Bild: PD)

Was für ein Wetterglück war den Hundesportlern am Wochenende vom 30. April gegönnt. Nach dem grossen Schneefall vom Freitag war es unsicher, ob der auf den Sonntag geplante Anlass stattfinden könne. Obwohl am Samstag die Sonne schien, lag noch eine Schicht Schnee auf dem Trainingsplatz des Hundesport Toggenburg im Rickenhof. Trotzdem konnten die 15 Teilnehmer, mehrheitlich in der Beginners-Klasse, die beiden Parcours am Sonntag bei fast schneefreiem Gelände absolvieren.

Rally-O wird erst von einigen wenigen Vereinen angeboten und ist noch wenig bekannt. Bei ­dieser Hundesportart geht das Mensch-Hund-Team selbstständig über einen Parcours aus Schildern, worauf die auszuführenden Arbeiten wie Sitz, Platz, Warten, Wendungen von 45 Grad bis 360 Grad aufgezeigt sind. Die Anfänger müssen 26 Tafeln beherrschen, dann kommen je nach Klasse weitere dazu, so dass in der höchsten Stufe 3 gut 70 verschiedene Übungen einstudiert werden müssen. Grosser Wert wird auf eine harmonische und freudige Ausführung gelegt, die von einem Richter bewertet wird. Total sind in allen Leistungsstufen 200 Punkte zu holen, was einem Team in der Beginners-Klasse sogar gelungen ist. Auch vom eigenen Verein haben zwei Hundeführerinnen mitgemacht und im ersten Durchgang mit ­ der Qualifikation «Gut» bestanden: Doris Aeschlimann mit Bläss Sämi und Sonja Egger mit Q, einem Australian Cattle Dog.

Die grössere Herausforderung bei Rally-O liegt beim Hundeführer, der die Schilder richtig interpretieren, das heisst, dem Hund die entsprechenden Anweisungen geben muss. Dass dies nicht immer so einfach ist, zeigte sich bei einigen Teilnehmern. Wenn sich beim Menschen Unsicherheiten einschleichen, merkt dies der Hund sofort und ist selbst unkonzentriert.

Dies war der 3. Rally-O-Wettkampf des HS Toggenburg unter der Leitung von Ursula Lenggenhager – und möglicherweise bis auf weiteres der letzte Wettkampf dieser Art – muss doch der Verein Ende Jahr den Platz verlassen.

Ruth Clarke