Raiffeisen-Neubau ist entschieden

Das Projekt für einen Neubau der Filiale Raiffeisenbank Mittleres Toggenburg steht fest. Die Jury hat sich für den Entwurf des Architekturbüros GSI Architekten Geisser, Streule und Inhelder aus St. Gallen entschieden.

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EBNAT-KAPPEL. Die Raiffeisenbank Mittleres Toggenburg hat im letzten Sommer angekündigt, dass sie in Ebnat-Kappel für ihre Geschäftsstelle einen Neubau errichten wird. Eine neutrale Umfrage im Dorf hatte ergeben, dass die Bevölkerung einen Standort im Zentrum von Ebnat-Kappel bevorzugt. Nach verschiedenen Abklärungen konnte mit dem Eigentümer der Liegenschaft Hotel Post ein Kaufrechtsvertrag abgeschlossen werden.

Die Bank hat einen anonymen Architektenwettbewerb lanciert, an welchem sich sieben Planer beteiligen konnten. Diese mussten ihre Projektvorschläge bis im Dezember 2012 einreichen. Noch im vergangenen Jahr hatte die Jury die schwierige Aufgabe, sich für ein Projekt zu entscheiden. Wie die Bank in einem Communiqué schreibt, haben in der Jury nebst den Bankenvertretern auch Christian Spoerlé, Gemeindepräsident von Ebnat-Kappel, Jörg Rüesch, Ortsdenkmalpfleger und Berater für Ortsbildfragen der Gemeinde Ebnat-Kappel, sowie Barbara Burren, Dozentin für Entwurf und Konstruktion ZHAW, teilgenommen.

Überzeugende Aussenansicht

Ohne zu wissen, welche Planer hinter den Projektideen stehen, hat das Beurteilungsgremium beschlossen, zwei Vorschläge nochmals überarbeiten zu lassen und auf die verschiedenen Änderungswünsche der Jury einzugehen. Die neuen Projektvorschläge konnten in den vergangenen Tagen neu beurteilt werden. Das Gremium hat sich entschieden und das Projekt des Architekturbüros GSI Architekten Geisser, Streule und Inhelder aus St. Gallen als das geeignetste gewählt. Wie Urban Koller, Vorsitzender der Bankleitung, erklärt, habe das Projekt aus zwei Gründen überzeugt: «Erstens wegen seiner klaren äusserlichen Struktur. Das Projekt passt ins Ortsbild, in das Bild der ganzen Strassenseite ab dem Ärztehaus bis zum Pärkli. Es trägt von allen Projekten dem geschützten Ortsbild am meisten Rechnung.» Auch überzeuge der grosse Lichteinfall aufgrund der hohen Fenster sowie, dass es den Charakter einer Raiffeisenbank im ländlichen Raum betont. Zweitens habe die Einfachheit der Struktur im Gebäudeinneren den weiteren Ausschlag gegeben. «Es weist klare Linien auf und bietet eine grosse Flexibilität, was die Gestaltung der Innenräume angeht», sagt Urban Koller. Eingerichtet werden Räume für acht Arbeitsplätze sowie Reserven für Sitzungen und anderes.

Raum zum Wohnen und Arbeiten

Das Projekt der St. Galler Architekten sieht vor, nebst den Bankräumlichkeiten im Erdgeschoss und teilweise im ersten Obergeschoss in den weiteren zwei Obergeschossen neue 21/2- und 31/2-Zimmer-Wohnungen zu erstellen. Offen ist noch, ob im Dachgeschoss anstelle von zwei Wohnungen eine Attikawohnung entstehen soll. Nach jetzigem Stand, so Urban Koller, sollen die Wohnungen vermietet werden. Im Untergeschoss sind Räumlichkeiten für weitere Gewerbebetriebe und die Tiefgarage für das Personal und die Wohnungsmieter vorgesehen. Interessenten für diese Gewerberäumlichkeiten gebe es bereits, sagt der Vorsitzende der Bankleitung. Wer jetzt noch sein Interesse äussere, habe die Möglichkeit sich in die Gestaltung der Räumlichkeiten einzubringen. Das Planmodell ist in der Geschäftsstelle in Ebnat-Kappel im Schalterraum ausgestellt. Das Siegerprojekt wird nun nochmals überarbeitet und es werden Detailanpassungen vorgenommen, damit in den nächsten Wochen das Baugesuch eingereicht werden kann. (pd/ohu)