RÄTSEL: Zwölfmal Zwingli und die Reformation

Alle kennen Huldrych Zwingli und dessen Beitrag zur Reformation in der Schweiz. Stimmt das wirklich?

Martin Knoepfel
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Martin Knoepfel

martin.knoepfel@toggenburgmedien.ch

Auf den berühmten Thesenanschlag durch Martin Luther in Wittenberg – so er denn vor 500 Jahren stattgefunden hat – kann man die Reformation nicht reduzieren. Neue Ideen wie die Rechtfertigung nur aus dem Glauben oder das Schriftprinzip setzen sich nicht an einem bestimmten Tag durch. In der Regel dauert eine solche Entwicklung Jahre. Nichtsdestotrotz ist das Jubiläum eine Chance, geschichtliche Entwicklungen in Erinnerung zu rufen. An dieser Stelle soll an den Reformator Huldrych Zwingli erinnert werden.

1) Welchen Beruf übte der Vater von Zwingli aus?

? R) Er war Amtmann und ein wohlhabender Bauer in Wildhaus.

? K) Er war der Verwalter der Yburg im Dienst des Abtes von St. Gallen.

? A) Er war ein Toggenburger Söldner, der noch vor der Geburt des kleinen Ulrich in Oberitalien im Krieg fiel.

2) Aus welcher Toggenburger Gemeinde stammt Zwingli?

? U) Aus Wattwil. Er wurde höchstwahrscheinlich auf der Yburg geboren, die damals noch bewohnt war.

? B) Aus Mogelsberg. Sein Vater war der «Rössli»-Wirt.

? O) Aus Wildhaus, wo heute noch sein Geburtshaus zu besichtigen ist.

3) Zwingli studierte Theologie und wurde zum Priester geweiht. Wo trat er seine erste Stelle an?

? D) In Wildhaus.

? J) In Zürich.

? M) In Glarus.

4) Zwingli war 1519 in Zürich anwesend, als ein Buchdrucker mit seinen Gesellen als Provokation in der Fastenzeit die kirchlichen Gebote verletzte. Was taten der Buchdrucker und seine Gesellen Unerlaubtes?

? H) Sie vergnügten sich mit Prostituierten.

? R) Sie assen öffentlich Würste.

? U) Sie frönten dem Glücksspiel.

5) Zwingli heiratete im Jahr 1522. Wie hiess seine Frau vor ihrer Heirat?

? W) Margaretha Bruggmann.

? E) Anna Reinhart.

? A) Hedwig von Watt.

6) Zwingli und Luther trafen einander auch persönlich. Wann und wo fand dieses Treffen statt?

? D) Zwingli studierte Theologie an der Universität in Wittenberg. Luther war einer seiner Professoren.

? B) Zwingli verteidigte Luther anlässlich des Reichstages von Worms gegen den Vorwurf der Ketzerei.

? S) Beim Marburger Religionsgespräch 1529. Es ging dabei um das richtige Verständnis des Abendmahls. Die beiden konnten sich nicht einigen.

7) Wann, wo und wie starb Zwingli?

? Ü) Er wurde 1531 in der Schlacht bei Kappel gegen die katholischen Innerschweizer tödlich verwundet.

? I) Er wurde auf dem Konzil in Konstanz als Ketzer verurteilt und anschliessend auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

? L) Er starb in seiner Amtswohnung in Zürich, wahrscheinlich an Herzversagen.

8) Zwingli war als Pfarrer in Zürich ein vehementer Gegner der fremden Dienste. Weshalb?

? O) Er hatte seinen im Krieg gefallenen Vater nie kennen gelernt und litt zeitlebens unter diesem Verlust.

? G) Zwingli hatte als Feldprediger die Schrecken der Schlachten von Novara und Marignano in den Mailänder Kriegen miterlebt.

? F) Zwingli nahm das Bibelzitat «Wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen» wörtlich und war deshalb ein radikaler Pazifist.

9) Als Pfarrer am Grossmünster in Zürich führte Zwingli im Gottesdienst Neuerungen ein. Welche?

? S) Er legte das Matthäusevangelium fortlaufend aus.

? A) Er suspendierte das Abendmahl bis zu einer Einigung mit Luther über das richtige Verständnis des Abendmahls. Diese Einigung kam zu Lebzeiten Zwinglis nicht mehr zustande.

? W) Er schaffte die Kindertaufe ab.

10) Wer wurde Zwinglis Nachfolger als Vorsteher der Zürcher Kirche?

? V) Sein älterer Sohn Gottlieb.

? N) Der Aargauer Heinrich Bullinger.

? U) Der aus Frankreich stammende Jean Calvin.

11) Zwingli hatte in seinem Leben ein einschneidendes Ereignis, das ihn prägte. Was war es?

? T) Er überlebte 1519 eine Pestepidemie.

? B) Er geriet als Student in ein schweres Unwetter. In Todesangst gelobte er, Mönch zu werden, wenn er überleben sollte.

? K) Ein Aufenthalt in Rom, bei dem Zwingli mit Entsetzen feststellte, wie locker die Sitten am päpstlichen Hof waren.

12) Zwingli verfasste einige seiner theologischen und Denkschriften nicht in Deutsch, sondern in einer Fremdsprache. In welcher?

? L) Englisch.

? P) Französisch.

? S) Lateinisch.