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RADBALL: Radballer aus Mosnang wollen an der Junioren-EM aufs Podest

Am 11. und 12. Mai vertreten die Mosnanger Björn Vogel und Rafael Artho die Schweiz an der Junioren-Europameisterschaft, die in Bazenheid ausgetragen wird.
Dreimal pro Woche wird trainiert: Rafael Artho (rechts) und Björn Vogel zeigen viel Einsatz, um für die Europameisterschaft in Bazenheid gerüstet zu sein. (Bild: PD)

Dreimal pro Woche wird trainiert: Rafael Artho (rechts) und Björn Vogel zeigen viel Einsatz, um für die Europameisterschaft in Bazenheid gerüstet zu sein. (Bild: PD)

Im Gegensatz zum letzten Jahr an der EM in Prag, an der sie als jüngstes Team Erfahrungen sammeln wollten – und trotzdem Bronze gewannen – möchten die beiden Radballer jetzt bei der Heim-EM erneut auf das Podest. Feldspieler Rafael Artho (16), Lichtensteig, absolviert eine Lehre als Fachmann Betriebsunterhalt. Der Mosnanger Torhüter Björn Vogel (18) lernt Maurer. Zusammen wurden sie Juniorenschweizermeister 2017, gewannen EM-Bronze 2017 und spielen jetzt als jüngstes Team im vorderen Feld in der 1. Liga mit. Im Gespräch blicken sie auf den Grossanlass.

Wie seid ihr zum Radballsport gekommen?
Rafael Artho:Für mich ist das schon fast eine Familiensache. Ich stand mit meinem Vater schon früh in der Radballhalle und bin bis heute begeistert von diesem Sport.
Björn Vogel: Ich spielte zuerst Fussball, schnupperte dann in der Radballhalle und da nahm es mir den Ärmel hinein. Ich spiele erst drei Jahre, doch die Fortschritte und Erfolge motivieren mich.

Welche Medaille soll es an der EM sein?
Rafael Artho: Nach dem letzten Jahr, wo wir in Prag eher überraschend Bronze gewannen, ist heuer das Podest das Ziel. Es wird aber nicht einfacher als vor einem Jahr und erneut ein harter Kampf zwischen Deutschland, Österreich, Tschechien und uns.

Was ist realistisch?
Björn Vogel:Von Platz 1 bis 4 alles. Die übermächtigen Deutschen des Vorjahres sind nicht mehr im Juniorenalter. Wir müssen aber auf der Hut sein, dass wir gegen vermeintlich schwächere Gegner wie Ungarn, Frankreich oder Holland nicht patzen.

Welches sind eure sportlichen Ziele für die nächsten Jahre?
Björn Vogel: Zuerst eine Medaille an der Heim-EM, dann die U23-EM und für die Zukunft ein Platz in der NLA. Wir lassen uns überraschen, werden aber viel dafür tun, das heisst, gezielt weiter arbeiten, um diese Ziele zu erreichen.

Welches sind eure Schwächen und Stärken?
Rafael Artho: Es ist nach wie vor die Ungeduld, etwas zu erzwingen. Wir haben mental daran gearbeitet, um uns auf unser Spiel zu konzentrieren, Geduld zu haben und das Umfeld auszuklinken. Wir kennen inzwischen die stärksten Gegner recht gut, haben zwei Jahre alles getan, um zu reüssieren und haben hoffentlich viel Heimpublikum, das uns anfeuert.

Was macht für euch die Faszination der Sportart Radballs aus?
Björn Vogel:Es ist die Technik, die Schnelligkeit und die sportliche und kameradschaftliche Radballfamilie europaweit. Nach harten Kämpfen und manchmal bösen Worten auf dem Feld sind wir nach Abpfiff die besten Kollegen.

Der Aufwand für den Radballsport ist gross und die Anerkennung in dieser Sportart ist bescheiden. Ist es nicht frustrierend, wenn es als Siegerprämie eine Medaille und ein Früchtekistchen gibt?
Rafael Artho: Nein, gar nicht. Wir haben soviel Spass an unserem Sport, dass wir uns darüber noch gar keine Gedanken machten. Wir geniessen es, zu spielen und noch mehr zu gewinnen. Das ist der Lohn für den Aufwand.

War der Aufwand manchmal nicht etwas viel? Gibt es Momente, in denen ihr lieber mit den Kollegen den Ausgang geniessen würdet?
Björn Vogel: Nein. Radball ist unser Hobby, unsere Freizeit und wir haben dabei viel Spass, auch im Training. Beim Spiel kann man abschalten von der täglichen Arbeit und sportlich Druck ablassen.

Wo gilt es, noch den Hebel anzusetzen?
Rafael Artho: Als erstes wollen wir die Ruhe bewahren, denn diese EM ist seit zwei Jahren unser Ziel. Wir haben uns darauf eingestellt. Zusammen mit unserem Trainer Ruedi Artho üben wir die wichtigen und immer wieder spielentscheidenden, stehenden Bälle und studieren mit Nationaltrainer Werner Artho die Gegner. Mein Vater Ruedi sucht und kennt auch unsere Schwachpunkte, an denen wir arbeiten müssen. Bis zur EM sollen sie weg sein.

Was wünscht ihr euch für die EM in Bazenheid?
Björn Vogel und Rafael Artho: Dass wir guten Radball zeigen dürfen und damit hoffentlich auch Erfolg haben. Dazu natürlich eine volle Halle mit über 1000 Zuschauern, die uns anfeuern. Die Post soll so richtig abgehen und die Stimmung für einen tollen Anlass für alle beitragen. (pd)

www.rmv-mosnang.ch

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