QUALIFIZIERT: Derbysieg für Appenzell

Der TV Appenzell behält im zweiten Duell gegen die BSG Vorderland die Oberhand und siegt mit 33:29. Die Innerrhoder haben den Finalrundenplatz nun bereits auf sicher.

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TVA-Topskorer Lukas Gamrat in Aktion. (Bild: Thomas Hutter)

TVA-Topskorer Lukas Gamrat in Aktion. (Bild: Thomas Hutter)

Die Partie gestaltete sich in der ersten Spielphase recht ausgeglichen. Als sich die BSG mehrere Passfehler in Folge erlaubte, nutzte dies der TVA, um seine Führung leicht auszubauen. Allerdings kämpften sich die Vorderländer immer wieder zurück, indem sie die Innerrhoder Abwehr mit unerwartet schnellen indirekten Torschüssen oft auf dem falschen Fuss erwischten. Der TVA profitierte von einem leichten Grössenvorteil, zeigte einige schöne Abwehrblocks und nutzte gegnerische Verteidigungslücken konsequent aus. Lukas Gamrat und Dano Waldburger gelang es zudem, aus dem Rückraum präzise Distanzschüsse zu setzen. In der Folge rückten die Vorderländer mit ihrer 6:0-Abwehr weiter vor, um die Passwege der Innerrhoder zu schliessen. Auf Seiten der Aus­serrhoder waren es Leonhard Rothenberger und Ramon Schwinn, die sich oft freizulaufen und in gute Schussposition zu bringen wussten. Bis zur 24. Minute hatten die Vorderländer bereits wieder den 12:12-Ausgleichstreffer erzielt, obschon sie phasenweise drei Tore zurücklagen. Es gelang ihnen ausgesprochen gut, mit schnellem Rotationsspiel jeweils einen freien Mann herauszuspielen. Die Innerrhoder hingegen blieben im Abschluss oft zögerlich und vermochten zahlreiche Gegenstoss-Aktionen nicht in Torerfolge umzumünzen. Trotzdem zeichnete sich die offensive Überlegenheit der Innerrhoder bald einmal ab, obschon sich dies im 17:15-Zwischenresultat noch nicht allzu deutlich zeigte.

TV Appenzell mit mehr Routine

Nach der Halbzeitpause verlor die Partie etwas an Fahrt. Die laufintensiven Ballrotationen nahmen ab. Vor allem bei den Vorderländern wurden die Angriffsmuster zunehmend vorhersehbar. Der direkte Durchmarsch durch die wieder erstarkte Innerrhoder Abwehr gestaltete sich für die Gäste zunehmend schwierig. Ramon Schwinn, der bis zum Schluss zwölf Tore verbuchen konnte, beschäftigte die Inner­rhoder Verteidigung weiterhin. Auch machte es Naim Fejzai dem TVA-Routinier Sven Sutter schwer, sich am Kreis genügend Raum zu verschaffen. Dennoch baute der TVA seine Führung mit zunehmendem Druck bis zur 48. Minute auf sechs Tore Differenz aus (28:22). Erschwerend kam für die Vorderländer hinzu, dass sie auch in Überzahlsituation, als die Innerrhoder beinahe gleichzeitig zwei Zweiminutenstrafen kassierten, nicht reüssieren konnten. In den letzten Spielminuten versuchte die BSG, mittels einer aggressiven Mann-Deckung das Blatt noch zu wenden. Der TVA blieb in der Schlussphase aber abgeklärter und routinierter und liess sich die Führung nicht mehr nehmen, die zum 33:29-Schlussresultat führte. (th)