Psychisches Leiden thematisieren

Zwei Theateraufführungen in Herisau und Appenzell sollen einen Beitrag zur Sensibilisierung von psychischem Leiden leisten. Sie sind Teil des Kulturfestivals «Wahnsinnsnächte».

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Der Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden (SVAR) beteiligt sich zum zweitenmal an den «Wahnsinnsnächten». (Bild: apz)

Der Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden (SVAR) beteiligt sich zum zweitenmal an den «Wahnsinnsnächten». (Bild: apz)

HERISAU. Der Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden (SVAR) beteiligt sich dieses Jahr anlässlich des Internationalen Tages der psychischen Gesundheit zum zweitenmal an den «Wahnsinnsnächten». Mit der Unterstützung von zwei Theateraufführungen in Herisau und in Appenzell leistet das Psychiatrische Zentrum Appenzell Ausserrhoden (PZA) einen Beitrag zur Sensibilisierung von psychischem Leiden.

Solidarität mit Kranken

Am nächsten Donnerstag heisst es «Bühne frei» für «Die Basler Stadtmusikanten» im Casino Herisau. Beginn ist um 20 Uhr, eine Reservation ist nicht erforderlich. Im Gegensatz zu «Die Bremer Stadtmusikanten», wo Tiere infolge ihres fortgeschrittenen Alters als nutzlos erachtet werden, geht es am 22. Oktober im Theaterstück um Menschen: Psychisch Erkrankte erfahren ebenso Ausgrenzung und fühlen sich missverstanden und einsam. «Die Basler Stadtmusikanten» ist eine Solidaritätsbekundung mit Menschen in psychischer Not.

«Ein Kuss» wird am Donnerstag, 29. Oktober, im Gymnasium St. Antonius in Appenzell aufgeführt. Das Theater befasst sich mit dem Leben des Ostschweizer Künstlers Antonio Ligabue: Ein Leben, gezeichnet von psychischem Leiden. Eröffnet wird das Stück mit einem Beitrag von Renato Martinoni, Professor für italienische Sprache an der Universität St. Gallen. Beginn ist um 20 Uhr, eine Reservation ist nicht erforderlich.

Kunst und Kultur

10 Jahre «Wahnsinnsnächte», 10 Jahre dieselbe Mission: Wissen über psychische Erkrankungen und entsprechende Hilfsangebote sollen durch Kunst und Kultur vermittelt werden. Das PZA in Herisau beteiligt sich nun zum zweitenmal an diesem überregionalen Kulturfestival. Zwei der gesamthaft 20 Veranstaltungen werden vom PZA unterstützt: die Theaterstücke «Die Basler Stadtmusikanten» und «Ein Kuss». Als Fachstelle mit ambulanten und stationären Angeboten ist es dem PZA deshalb ein Anliegen, das diesjährige Motto «Würde» zu unterstützen.

Einer der finanziellen und operativen Partner der «Wahnsinnsnächte» ist der Verein Ostschweizer Forum für Psychische Gesundheit. Das Psychiatrische Zentrum AR macht sich mit Institutionen anderer Trägerkantone stark für die Förderung psychischer Gesundheit und für Menschen mit psychischem Leiden. Mit den Veranstaltungen im Rahmen der «Wahnsinnsnächte» soll die öffentliche Diskussion über Krankheiten der Psyche belebt werden. (pd)

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