Prüfung für Lawinenhunde

Der lange erwartete Schnee kam für die Organisatoren der Lawinenhundeprüfung des Hundesports Toggenburg gerade rechtzeitig. Am Wochenende fanden für 47 Teilnehmer in drei Leistungsklassen die Prüfungen für Lawinenhunde statt.

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Barbara Fritsche mit Labrador Vishna stellte sich den Prüfungen. (Bild: pd)

Barbara Fritsche mit Labrador Vishna stellte sich den Prüfungen. (Bild: pd)

NESSLAU. Die Lawinenfelder konnten am letzten Freitag im Januar oberhalb Lutertannen prüfungskonform vorbereitet werden und standen am Wochenende für die 47 Teilnehmer am Samstag, 31. Januar, und am Sonntag, 1. Februar, bereit. Für den Sonntag wurde gar ein zweiter Bereich präpariert, um die grosse Teilnehmerschar zu bewältigen. Die Arbeiten der Prüfungsteams in den drei Leistungsklassen wurden von vier Richtern, darunter Werner Omlin aus Ebnat-Kappel, beurteilt.

Von der Grob- zur Feinsuche

Die Hundeführer hatten einen Aufstieg von einer knappen Stunde zu bewältigen, bevor sie den Hund zur Suche nach «Verschütteten» losschicken konnten. In diesem «Lawinenfeld» harrten zwei tapfere «Lochbuben» einige Stunden in Schneehöhlen aus, um von den Hunden aufgespürt zu werden. Dieser Teil der Prüfung schafften alle Teilnehmer recht gut, auch wenn am Sonntag die Sicht im Schneegestöber schlecht war und die Hunde teilweise ausser Sichtweite der Hundeführer verschwanden.

Im Anschluss an die Suche nach den zwei Personen begibt sich der Hundeführer zur Feinsuche, also zum zweiten Teil der Prüfung auf einem separaten Feld, wo ein Rucksack vergraben liegt, den es zu orten und auszugraben gilt. Dabei wird auf eine gute Führbarkeit des Hundes speziell Wert gelegt. Eine Arbeit, die nicht zu unterschätzen ist und für einige Hundeführer zur Knacknuss wurde.

Gut abgeschnitten

Unter den Teilnehmern waren auch einige «Lawineler» des Hundesports Toggenburg dabei: Am Samstag waren in der Anfängerklasse drei Toggenburger am Start und belegten die Ränge eins bis drei. Vincent Storni mit Sira, Deutscher Schäferhund, sogar mit der Qualifikation sehr gut. Barbara Fritsche mit Labrador Vishna und Roger Good mit Weimaraner Artus hatten nach einer super Grobsuche Pech in der Feinsuche. In Klasse 2 zeigte Martin Meyer mit seinem Deutschen Schäferhund Odin eine sehr gute Arbeit, und in Klasse 3 errang Sandra Stevanin mit der Malinois-Hündin Diva im 3. Rang einen Podestplatz, gefolgt von Renate Oertig mit Labrador Dash und Christina Pfenninger mit Schäferhund Oryx im 4. und 5. Rang.

Am Sonntag waren nur noch zwei Vereinsmitglieder dabei: Susanne Zangger gewann mit Riesenschnauzer Tinka die Klasse 2, und Elisabeth Spiess erreichte die Qualifikation «Gut» mit Labrador Dadora in Klasse 3. Die ausführliche Rangliste ist unter www.hundesporttoggenburg zu finden. (pd)

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