Provisorium beim «Schäfli» wird definitiv

Die unansehnliche provisorische Verengung der Ortseinfahrt – vom Einlenker Tüfenbergstrasse bis Restaurant Taube – wird im Herbst 2016 definitiv ausgebaut.

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Die neue Linienführung des Strassenrandes vor dem «Schäfli» in Urnäsch ist ein Element der geplanten Aufwertung des Dorfkernes. Die einfahrenden Fahrzeuge sollen gemäss einer Mitteilung der Gemeindekanzlei erkennen, dass jetzt etwas anderes kommt – nämlich der historische Dorfkern –, und ihr Tempo entsprechend drosseln. Dadurch werde die Sichtweite auf den Dorfplatz und die Sicherheit von querenden Fussgängern und einfahrenden Fahrzeugen verbessert. «Das Provisorium hat sich grundsätzlich bewährt und soll noch in diesem Herbst geringfügig korrigiert, mit richtigen Randsteinen ausgebaut werden, so dass im kommenden Jahr das 600-Jahr-Jubiläum der Gemeinde Urnäsch ohne Provisorium gefeiert werden kann. Im Zuge der Sanierung der Ortsdurchfahrt wird dann lediglich die Höhenlage der Randsteine geringfügig angepasst werden müssen», heisst es in der Mitteilung weiter. Im Herbst 2015 wurden die beiden Fussgängerstreifen auf dem Dorfplatz entfernt, weil die mangelhaften Sichtweiten nicht den Vorschriften entsprachen. Die Automobilisten konnten die wartenden Fussgänger gar nicht oder erst zu spät sehen. Versuchsweise ist ein neuer Streifen in der Fortsetzung der Kirchentreppe in Betrieb genommen worden. Wie aus der Mitteilung hervorgeht, zeigt es sich, dass dieser Streifen von Fussgängern wenig akzeptiert und die Querung der Fahrbahn auf der gesamten Länge des Dorfplatzes erfolgt. Dies obwohl gemäss Vorschriften bis zu einer Distanz von 50 Metern der Fussgängerstreifen genutzt werden müsste. Zudem wird die notwendige Signalisation des Streifens von vielen als «Verschandelung des Dorfkerns» empfunden.

In Absprache zwischen Gemeinderat Urnäsch und kantonalem Tiefbauamt wird der Fussgängerstreifen beim Dorfplatz im Herbst 2016 entfernt werden. Die flächige Querung der Strasse im Ortskern wird damit offiziell erlaubt und die störende Signalisation kann entfernt werden. Fussgänger und Fussgängerinnen, welche einen Streifen vorziehen, können die Strasse bei der Kronenkreuzung queren. Das Tiefbauamt ist überzeugt, dass mit dieser Anordnung dem Ziel der Gemeinde nach einer Aufwertung des Dorfkerns entsprochen werden kann.

Die gesamte Sanierung der Ortsdurchfahrt ist im 2018 oder 2019 vorgesehen. (gk)