Prominenz zum Jubiläum

alpsteinbike.ch findet am Samstag und Sonntag, 26./27. September, zum zehntenmal statt. Das Patronat haben in diesem Jahr auf der Bike- und Radstrecke die Sportlerinnen und Sportler des Micarna-Teams übernommen.

Urs Huwyer
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Bike-Weltmeisterin Jolanda Neff hat schon mehrmals am alpsteinbike.ch teilgenommen. (Bild: Urs Huwyler)

Bike-Weltmeisterin Jolanda Neff hat schon mehrmals am alpsteinbike.ch teilgenommen. (Bild: Urs Huwyler)

BIKE. Ende Saison tritt der dreifache Mountainbike-Weltmeister Ralph Näf (Happerswil) zurück. Am kommenden Wochenende startet er letztmals an einer WM. Vor Jahren wurde der Thurgauer angefragt, ob er bei der Entwicklung des Toggenburgs zur führenden europäischen Bike-Destination beratend mithelfen würde. Er sagte spontan zu. Seither hat er nie mehr etwas gehört, ist nie zur angekündigten Sitzung oder einem Ortstermin eingeladen worden. Inzwischen engagiert er sich längst in der Lenzerheide, einer der beliebtesten Bike-Regionen. Dort geht es nicht nur lokal, sondern europäisch zu und her.

Profis am Start

Am Radsporttag Bütschwil übernahm Ralph Näf 2014 das OK-Präsidium, nun kehrt er in einer anderen Funktion ins Toggenburg zurück. Bei alpsteinbike.ch, 26 und 27. September, hat er mit seiner Micarna-Teamkollegin Jolanda Neff (Thal) das Patronat übernommen. Auf dem Programm steht die Tour mit Fortgeschrittenen, Anfängern, Profis, Kindern und sonstigen Interessierten. Der Start erfolgt am zweiten Tag um 8.30 Uhr beim Checkpoint Schwägalp. An den Posten in Wildhaus, Rüthi und Brülisau besteht die Möglichkeit, die 91 Kilometer lange Tour (3150 Höhenmeter) zu beenden und mit dem Shuttle-Bus auf die Schwägalp zurückzukehren.

Dabei sein werden auch OL-Weltmeister Daniel Hubmann, Snowboard-Weltcupsiegerin Julie Zogg, Langläufer Beda Klee oder Freeskier Joel Gisler. «Weitere Athleten werden je nach Saisonprogramm dazukommen», sagt Ralph Näf. Nöldi Forrer muss verletzungsbedingt auf die Mitfahrt verzichten, er wird jedoch unterwegs dabei sein. Wobei der Schwingerkönig schon vor der Schulteroperation verlauten liess, in Wildhaus gehe der sportliche Sonntag für ihn in der Festwirtschaft zu Ende.

Einem Heimspiel gleich

Wer alles die Strassen-Gruppe begleitet, ist noch offen. «Starte ich nicht am gleichzeitig stattfindenden WM-Rennen, bin ich bei alpsteinbike.ch dabei», tönt es bei Michael Albasini, Gais. Gleiches gilt für Reto Hollenstein aus Sirnach. Mit dem von der Hulftegg-Stafette bekannten Claudio Imhof und dem Hemberger Patrick Schelling stehen zwei Radprofis bereits als Begleiter fest. Für sie kommt die Streckenführung einem Heimspiel gleich, weil sie oft rund um den Alpstein trainieren. Beim Patronat der Welt- und Europameister handelt es sich um kein einmaliges Engagement, sondern die Zusammenarbeit mit dem OK wird längerfristig angestrebt. «Es ist ein genialer Anlass. Ich war früher schon dabei, habe den Tag wegen der vielen Kontakte und weil es sich um kein Rennen handelt genossen. Dadurch bleibt Zeit, an den Checkpoints oder unterwegs Pausen einzulegen», schwärmt Jolanda Neff. «Eigentlich hatte ich einen andern Termin, doch ich habe am andern Ort abgesagt», gibt Ralph Näf nicht nur den Namen fürs Patronat, sondern führt die Gruppe aktiv an.

Bewilligungen eingetroffen

Näf kann dadurch mit den andern Weltklassesportlern, -bikern und -strassenfahrern einen Eindruck über die Streckenführung gewinnen. Nach der Risipass-Passage führt die Route auch im zehnten Jahr nach Ende der Bewirtschaftung trotz Goodwill der Landbesitzer nicht über das kurze Rotenstein-Wiesen-Kiesweg-Verbindungsstück zum Gräppelensee, sondern auf Beton hinunter nach Stein.

Ansonsten sind die Bewilligungen, St. Gallen 400 Franken/Appenzell 50 Franken, für den beliebten Breitensportanlass eingetroffen. Weiterhin sind Teilnehmer mit 20 Franken als Einschreibegebühr dabei, erhalten neben einem Starterpaket an den jeweiligen Checkpoints die nötige Verpflegung und können die gesamte Infrastruktur benützen. Zudem sind die Strecken mit je 300 Wegweisern beschildert.