Projekte zur Umweltschonung

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Appenzellerland Der Verein Appenzeller Energie ist in zahlreiche Projekte involviert. An der Hauptversammlung gab er Einblick in seine Arbeit. Ziel ist es, erneuerbare Energien zu fördern. Eines der Projekte im letzten Jahr war die Organisation eines Anlasses im Sportzentrum Herisau zusammen mit dem WWF. Daran teilgenommen hat auch der Präsident der parlamentarischen Kommission für Umwelt und Raumplanung, Stefan Müller-Altermatt. Vorgestellt wurde die Messkampagne des Sportzentrums. Damit kann ermittelt werden woher die Energie kommt und wie sie verwendet wird. Zudem hielt Nationalrat Müller-Altermatt einen Vortrag über die Energiewende und die Energieinitiative, die letzten Sonntag vors Volk kam. Ein anstehendes Projekt im kommenden Vereinsjahr ist das Wasserkraftwerk Zürchersmühle. «Früher oder später müssen wir die Steuerung erneuern», sagt Präsident Toni Kölbener. Die Investition wird auf rund 40000 Franken geschätzt. Erneuert werden muss auch die gesamte Mechanik, die Hydraulik und die Fernüberwachung. Der Verein stehe finanziell gut da, deshalb könne man solche Projekte in Angriff nehmen. «Bei unseren Projekten ist der Aufwand meist im fünfstelligen Bereich», sagt Kölbener. Ziel sei es, langfristig zu investieren.

Gemeinnützigkeit steht vor dem Geldverdienen

Die Investitionen für Produktionsanlagen sollen nach 20 bis 25 Jahren amortisiert sein. «So wird kein zu grosses Loch in unsere Buchhaltung gerissen», sagt der Vereinspräsident. Geld verdienen sei aber nicht der Zweck des Vereins, sondern Gemeinnützigkeit. Die Umwelt soll geschont und erneuerbare Energie gefördert werden. Ein laufendes Projekt ist das Kraftwerk-Monitoring. Zusammen mit Informatiklehrlingen der Firma Bühler wird eine Software entwickelt, die Werte der Kraftwerke automatisch verarbeitet und auf der Website des Vereins visualisiert. Das sei eine Win-win-Situation. Einerseits können die Lehrlinge ein interessantes Projekt bearbeiten und dadurch viel lernen. Andererseits ist es für den Verein eine Möglichkeit, Vorhaben günstig umzusetzen. Die Appenzeller Wind AG informierte an der Hauptversammlung zudem über das Windenergieprojekt in Oberegg. Vom Verein gibt es ein positives Echo für das Vorhaben. Das Windkraftwerk würde dreimal so viel Energie produzieren wie jenes des Vereins auf dem Chürstein. Noch viele Fragen stehen offen beim geplanten Wasserkraftwerk bei der Alten Mühle in Wolfhalden. Vorinvestitionen wurden bereits gemacht, das Projekt ist in Verhandlung. (ele)

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