Projekte in Heiden verzögern sich

Die Abstimmung über die Neugestaltung der Seeallee und des Kurparks kann Ende November nicht durchgeführt werden. Sie hängt zusammen mit dem Projekt Hotel Park, das sich wegen der Vorprüfung durch den Kanton verzögert.

Monika Egli
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Trübe Aussichten: Solange die Parkierungsfrage nicht geklärt ist – und das kann noch dauern –, so lange gibt es kein neues Hotel und keine Seeallee-Umgestaltung. (Bild: eg)

Trübe Aussichten: Solange die Parkierungsfrage nicht geklärt ist – und das kann noch dauern –, so lange gibt es kein neues Hotel und keine Seeallee-Umgestaltung. (Bild: eg)

HEIDEN. «Zwischen Neugestaltung Seeallee/Kurpark und Neubauprojekt Hotel Park der Hotel Heiden AG besteht ein Kausalzusammenhang», wie Gemeindepräsident Gallus Pfister erklärt. Deshalb müsse die Abstimmung verschoben werden.

Knackpunkt Parkplätze

Das Projekt Hotel Park kann nur gebaut werden, wenn genügend Parkplätze in angemessener Zahl zur Verfügung stehen. Nach diversen Abklärungen musste sich der Verwaltungsrat der Hotel Heiden AG als Bauherr für eine oberirdische Parkierungsanlage entscheiden, da der Bau einer Tiefgarage aus verschiedenen Gründen – topographischen und finanziellen – nicht in Frage kommt, wie er an der Generalversammlung im Juni darlegte. Er beabsichtigt deshalb, 53 bis 58 Parkplätze im «Lindenpärkli» zu erstellen. Dies dürfte sich als Knackpunkt erweisen, denn schon bei Bekanntgabe im Juni begann sich Widerstand zu regen.

Vorprüfungen abgeschlossen

Um diese Parkierungsanlage erstellen zu können, ist eine Umzonung von der Grün- in die Kurzone nötig. Dazu braucht es einen Teilzonenplan, der vom Kanton vorgeprüft wird. Und für den Bau des Hotels Park wird ein Gestaltungsplan erstellt; auch dieser benötigt eine Vorprüfung durch den Kanton. Gallus Hess, Leiter des kantonalen Planungsamtes, sagt auf Anfrage, dass der Kanton die Vorprüfungen abgeschlossen und der Gemeinde kommuniziert habe. «Wir haben Vorbehalte angemeldet, deshalb laufen jetzt Gespräche zwischen Kanton und Gemeinde.» Der Kanton sei aber bestrebt, bei diesem wichtigen Projekt bei der Suche nach Lösungen mitzuhelfen.

«Vorbehalt ist kein Entscheid»

«Solange die Parkierung Lindenplatz im Zusammenhang mit dem Neubau Hotel Park nicht gesichert ist, so lange kann die Umgestaltung der Seeallee nicht in Angriff genommen werden», legt Gallus Pfister dar. Auch er spricht von «Vorbehalten» des Kantons und sagt, «ein Vorbehalt ist noch kein Entscheid». Aber auch die Gemeinde biete Hand bei der Suche nach Lösungen. Bevor ein Neubau Hotel Park in Angriff genommen werden kann, müssen demnach die Vorprüfungen durch den Kanton abgeschlossen sein, braucht es eine öffentliche Auflage und nicht zuletzt eine Kapitalerhöhung der Hotel Heiden AG, die nun ebenfalls nicht – wie im Juni angekündigt – am 6. November stattfinden kann. Sind diese Schritte erfolgt und allfällige Einsprachen aus dem Weg geräumt, ist die letzte Hürde noch nicht genommen. Denn ausschlaggebend wird schliesslich die Volksabstimmung sein. Diese findet laut Gallus Pfister voraussichtlich nächsten Frühling statt und entscheidet über den Teilzonen- und Gestaltungsplan sowie über den Projektkredit in der Höhe von 2,6 Millionen Franken zur Neugestaltung der Seeallee und des Kurparks.

Hotel Heiden: Zukunft fraglich

Für die Hotel Heiden AG ist alles eine Zeitfrage, wie an der GV im Juni wiederholt betont wurde. «Lassen wir alles, wie es ist, droht dem Hotel Heiden über kurz oder lang die Schliessung», sagte VR-Präsident Hanswalter Schmid damals. Könne das Hotel Park nicht gebaut werden, so sei eine Zukunft des Hotels Heiden sehr in Frage gestellt. Denn auch hier stehen kostspielige Sanierungen an, die sich aus dem Betriebsertrag nicht mehr finanzieren lassen. Mit der Aktienkapitalerhöhung und der Realisierung des Hotels Park wäre es aber möglich, das Hotel Heiden ohne Betriebsunterbruch ebenfalls auf den neusten Stand zu bringen.