Projekte für mehr Wohnbevölkerung

Den Teilnehmenden der Baubehördenexkursion wurden diverse Projekte vorgestellt, die im Rahmen des Regierungsprogramms 2012–2015 umgesetzt werden. Die Stiftung Dorfbild gab Einblicke in die Aufwertung des Quartiers Rosengarten.

Silvan Heuberger
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Regierungsrat Jakob Brunnschweiler begrüsst die Exkursionsteilnehmenden im Saal des Restaurants Harmonie in Schwellbrunn. (Bild: sh)

Regierungsrat Jakob Brunnschweiler begrüsst die Exkursionsteilnehmenden im Saal des Restaurants Harmonie in Schwellbrunn. (Bild: sh)

SCHWELLBRUNN. «Ziel ist es, das Regierungsprogramm darzulegen, damit es bekannter wird», sagte Regierungsrat Jakob Brunnschweiler bei der Begrüssung der Teilnehmenden, die sich aus Vertretern von kantonalen und kommunalen Baubehörden zusammensetzten. Das Regierungsprogramm 2012–2015 will die Zunahme der Wohnbevölkerung im Kanton Ausserrhoden fördern. Ein grösseres Thema dabei sei die Überalterung der Dorfkerne, sagte Brunnschweiler. «Das Problem sind oft die fehlenden Finanzen. Die Eigentümer vermögen den Unterhalt der Häuser nicht.»

Aufwertung Zentrum Herisau

Welche Herausforderungen bei der Entwicklung des Dorfzentrums anstehen können, zeigte Christoph Simmler, Gemeindebaumeister von Herisau, an Beispielen aus der Gemeinde. So sei zwischen Bahnhof und Obstmarkt eine attraktive Verbindung wichtig. Weiter seien in letzter Zeit viele teure Wohnungen gebaut worden. Es sei deshalb ein Ziel, zum Ausgleich in Bahnhofsnähe günstigen Wohnraum zu schaffen. Werner Frischknecht, Präsident der Stiftung Dorfbild, präsentierte ein Herisauer Projekt, das vom Regierungsprogramm unterstützt wird. Die Stiftung will das Zentrum aufwerten, unter anderem auch das Quartier Rosengarten. Das in gut 30 Liegenschaften aufgeteilte Gebiet mit dem Rosengarten im Zentrum ergebe momentan kein schönes Bild. Man habe die teilweise zerstrittenen Eigentümer an einen Tisch holen und Massnahmen zur Verbesserung präsentieren können. Die Ideen hätten gute und spannende Diskussionen ausgelöst. Mit der Ausarbeitung von Vorschlägen wurde Christoph Wagner von der Hochschule Chur beauftragt. Er erläuterte seine Überlegungen. Die Ergebnisse seiner Studie wird er im Anschluss an die heutige Dorfführung im evangelischen Kirchgemeindehaus präsentieren.

Projekte in Schwellbrunn

Hansueli Reutegger, Gemeindepräsident von Schwellbrunn, erklärte, Schwellbrunn sei einwohnermässig eine kleine Gemeinde, verfüge aber über eine grosse Fläche. Diese Kombination führe zu wenig Steuereinnahmen und hohen Infrastrukturkosten. «Wachstum muss gefördert werden, die Einnahmen aus den Steuern sind wichtig», sagte Reutegger. Die Exkursion führte nach den Referaten durch Schwellbrunn, wo die Teilnehmenden abgeschlossene und anstehende Projekte besichtigten Dasselbe stand am Nachmittag in Herisau an, wo die Quartiere Rosengarten, Hinter dem Rathaus und Sandbühl begangen wurden.