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Projekt Sandbüel in Herisau nimmt erste Hürde

Seit längerem bereitet die Entwicklung des Quartiers Sandbüel im Dorfzentrum von Herisau Sorgen. Ein privater Investor präsentiert jetzt ein Bauprojekt. Dafür muss Gemeindeboden abgetreten werden.

Ein erster wichtiger Schritt für die geplante Überbauung Sandbüel hinter dem Gemeindehaus in Herisau ist vollzogen. Der Einwohnerrat genehmigte am Mittwochabend einen Verpflichtungskredit über 750000 Franken für den Erwerb der Rechte an 25 Tiefgaragenplätzen. Der Kredit war unbestritten, 28 der 29 Einwohnerräte stimmten dafür. Diese Zustimmung war Grundlage für die weitere Planung im Sandbüel. Gemeinderat Max Eugster zeigte sich erfreut:

«Ohne die Parkplätze wäre das Projekt wahrscheinlich so nicht entstanden.»

Den 750000 Franken Parkplatzkosten stehen 1,1 Millionen Franken aus dem Verkauf der rund 1100 Quadratmeter grossen Fläche hinter dem Gemeindehaus sowie 650000 Franken aus dem Verkauf des ehemaligen Polizeipostens an den Investor gegenüber. Der Kauf untersteht dem fakultativen Referendum.

Ersatzbauten und eine zweistöckige Parkgarage

Schon in der Vergangenheit wurde auf der Grundlage der Zentrumsentwicklung das Quartier im Herzen Herisaus in den Fokus gerückt. Nun hat die Gemeinde gemeinsam mit der AG für städtisches Wohnen (AGSW) mit Sitz in St. Gallen und in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege ein Projekt erarbeitet, das den weitestgehenden Ersatz für die vorhandenen Altbaustrukturen entwickelt. Geplant sind Teil- wie Vollersatzbauten sowie eine Tiefgarage. Dies alles soll zweitgemässen Wohnraum schaffen. Der AGSW als Investor des Überbauungsprojekts tritt die Gemeinde den ehemaligen Polizeiposten und den jetzt für die Gemeindeparkplätze genutzten Boden ab. Denn die für das Projekt geplante zweistöckige Tiefgarage kann gemäss den Verantwortlichen nur unter Miteinbezug der Hoffläche realisiert werden.

Parkplätze werden 1:1 ersetzt

Wie der Vorsteher des Ressorts Hochbau/Ortsplanung ausführte, werden die jetzigen 29 Parkplätze der Gemeinde vollumfänglich ersetzt. Demnach werden 25 davon dereinst in der von der AGSW realisierten Parkgarage Platz finden, vier Kurzzeitparkplätze bleiben ebenerdig hinter dem Gemeindehaus bestehen. Weiter kann dadurch die im Quartier beheimatete AR Informatik AG mit einem Anbau ihren Wunsch nach mehr Raum auf Mietbasis entgegengekommen werden, wie Max Eugster ausführte. Durch das Aufheben der oberirdischen Parkplätze könne die Fläche zu einem attraktiven Begegnungsraum umgestaltet werden.

Kredit für Sanierung 2015 zurückgewiesen

Das «Sandbüel» ist seit längerem geprägt durch sanierungsbedürftige Liegenschaften. Der ehemalige Polizeiposten steht seit Jahren leer. Die Liegenschaft ist in dem Eigentum der Gemeinde. Wie Max Eugster wiederholt ausführte, ist die Planung im Dorfzentrum, und speziell im Quartier Sandbüel, aufgrund von Abhängigkeiten und einer verschachtelten Bauweise schwierig. Auf der Grundlage einer mit der Fachhochschule Chur ausgearbeiteten Studie legte der Gemeinderat bereits 2015 dem Einwohnerrat einen Verpflichtungskredit für den Umbau und die Sanierung des ehemaligen Polizeipostens zur Genehmigung vor. Dieser wurde zurückgewiesen mit dem Auftrag, eine Alternative mit Neubau zu prüfen. Zwischenzeitlich hatte die Gemeinde erfahren, dass die betreffende Häuserzeile im Besitz eines einzigen Investors ist, was eine übergeordnete Planung erst möglich gemacht habe, so Max Eugster. (pag)

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