Produziert Dicken bald Windenergie?

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Windrad Engagierte Bewohnerinnen und Bewohner des Neckertals, insbesondere des Dorfes Dicken, haben sich zusammengeschlossen und die Planung für ein Windkraftwerk im Neckertal an die Hand genommen. Das Projekt trägt den Titel Wilketwind. Dies teilten sie in einer gestern verschickten Medienmitteilung mit.

Auf den beiden Neckertaler Hügeln Wilket und Züblisnase sollen zwei Windräder der neuesten und effizientesten Generation zu stehen kommen. Die beiden 138 Meter hohen Türme sind mit 3-blättrigen Rotoren besetzt. Die Blattlänge der geplanten Rotoren beträgt ungefähr 82 Meter. Es handelt sich um Anlagen wie sie in den Windparks in der Nordsee und im Ruhrgebiet im Einsatz sind. Die Rotoren sind geräuscharm. Gemäss der Medienmitteilung wird in Zusammenarbeit mit der Vogelwarte Sempach auch an wirksamen Möglichkeiten geforscht, die Vögel vor Kollisionen mit den Rotoren zu schützen.

Versuchsfeld für Technische Hochschulen

Wie die Initianten weiter schreiben, soll überschüssiger Strom gespeichert werden. Es laufen Gespräche für eine Umnutzung der Munitionsstollen im Chubelwald. Die Speicherung des überschüssigen Stroms soll auch als Versuchsfeld dienen für Technische Hochschulen und die Empa. Finanziert wird das Projekt mit rein privaten Mitteln.

Geplant ist die Gründung einer GmbH, bei der Interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger Anteilscheine zeichnen können. Gleichzeitig können aber auch Darlehen gewährt werden, welche besser verzinst werden als vergleichbare Geldanlagen bei den Banken. Das Ziel der Initianten ist es, dass die lokale Bevölkerung in das Projekt einbezogen wird und auch finanziell am Erfolg beteiligt wird. Ein weiteres Ziel ist die unabhängige Stromversorgung. Unter dem Motto: Wirtschaftlich, nah und sauber wird zukünftig in Dicken Strom produziert.

Die Initianten laden alle interessierten Mitbürger heute Samstag an die öffentliche Projektvorstellung ein. Diese findet gleich zweimal statt, um 13 Uhr und um 20 Uhr, jeweils in der Mehrzweckhalle Dicken. (pd)

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