Produzenten regten Gesundheitsdienst an

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Vortrag Der Veterinär Martin Kaske betonte gleich zu Beginn seines Referats, dass der Kälbergesundheitsdienst (KGD) auf Initiative der Produzenten ins Leben gerufen wurde. Die jährliche Produktion liege in der Schweiz bei 260000 Kälbern und 230000 Tieren der Kategorie Muni, Rinder und Ochsen. «Es ist klar, dass bei den tiefen Margen, welche mit der Mast erzielt werden, jeder Rappen zählt, und deshalb ist es wichtig, möglichst gesunde Tiere im Stall zu haben.»

Allerdings sei es eine Illusion zu glauben, dass es in der Tierhaltung ohne Antibiotika funktioniere. Vielmehr gehe es um den sachgemässen Einsatz, sowohl bei Mensch und Tier. «Gegenwärtig steht bei den Veterinären die Behandlung kranker Tiere im Fokus. In Zukunft soll dafür gesorgt werden, dass die Tiere gesund bleiben.» Um das Ziel zu erreichen, brauche es die flächendeckende Bestandesbetreuung der Produzenten, und das koste viel Geld. Insgesamt werden 11,65 Millionen Franken benötigt, davon müssen 20 Prozent als Eigenleistungen erbracht werden. Dank Förderprogrammen des Bundes könne der Gesundheitsdienst diesen Monat starten. Vorgesehen sei eine Laufzeit von sechs Jahren, also von 2017 bis 2013. «Der entsprechende Verein wurde gegründet, und nun geht es darum, Mitglieder, das sind Landwirte, Organisationen, Firmen, Vereine und Geldgeber, zu rekrutieren. (adi)