Produkte zentral verkaufen

Im «Haus zur Landwirtschaft» in Appenzell sollen dereinst landwirtschaftliche Produkte angeboten werden. Noch fehlen aber die Personen, die Interesse hätten, den Laden zu betreiben.

Martin Brunner
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Sepp Neff, Rosi Räss und Bruno Inauen hoffen, dass das Haus zur Landwirtschaft eingerichtet werden kann. (Bild:)

Sepp Neff, Rosi Räss und Bruno Inauen hoffen, dass das Haus zur Landwirtschaft eingerichtet werden kann. (Bild:)

APPENZELL. Das Landwirtschaftsamt AI hat ein Projekt zur regionalen Entwicklung (PRE) ausgearbeitet. Darin enthalten ist im Bereich Agrotourismus das «Haus zur Landwirtschaft». «Auf vielen Landwirtschaftsbetrieben werden die unterschiedlichsten Produkte hergestellt und meist direkt vermarktet», erklärt Bruno Inauen, Leiter des Landwirtschaftsamtes. «Dies wollen wir nutzen, indem wir den Bauernfamilien die Möglichkeit anbieten, in diesem neuen <Haus> zu zeigen, wie reichhaltig die Landwirtschaft unseres Kantons ist.»

Produkte anbieten

Die Präsentation ist das eine. Klar ist aber auch, dass es um den Verkauf einheimischer Produkte geht. Fleisch- und Backwaren, Milchprodukte, Konfis, Sirups, Chrömli, Teigwaren und vieles mehr sollen in Appenzell an zentraler Lage unter die Leute und die Touristen gebracht werden. Vorgesehen ist zudem, dass dereinst ein Geschenkkorb mit ausgewählten Produkten ins Angebot kommt. «Ein geeignetes Lokal haben wir in Aussicht», sagt Inauen. «Noch ist es aber nicht spruchreif.»

Bereits jetzt einsteigen

Trotzdem ist für die Trägerschaft vom Bäuerinnen- und vom Bauernverband Innerrhoden wichtig, dass sich jetzt schon interessierte Personen für die Führung eines Ladens zur Verfügung stellen. «Wir als Verbände können und wollen kein solches Geschäft führen», sagen Rosi Räss und Sepp Neff, Präsidentin und Präsident der Verbände. «Deshalb sind wir auf die Unterstützung von Bäuerinnen und Bauern angewiesen, die einen solchen Laden auf privater Basis betreiben. Wichtig ist uns, dass die Arbeit jetzt beginnt.»

Bäuerinnen oder Bauern

Gedacht ist, dass drei bis vier Personen mit dieser Arbeit einen Nebenerwerb erwirtschaften könnten. Das heisst, dass die Arbeit im Laden bezahlt wäre und man zudem seine eigenen Produkte anbieten kann. Ob das Bäuerinnen oder Bauern sind, ist für die beiden gleichwertig. «Wir wissen, dass die Auswahl an einheimischen Produkten sehr gross ist. Diese Reichhaltigkeit wollen wir fördern. Zudem ist vorgesehen, dass wir auch das lokale Gewerbe einbeziehen.» Bruno Inauen hofft, dass der Laden wirklich entsteht und bis dahin auch die Marke sowie das Erscheinungsbild fertig sind. «Das gäbe einen einheitlichen Auftritt, der für alle von Vorteil wäre.»

www.baeuerin.ch (Rosi Räss) oder www.bauernverband.ai.ch (Sepp Neff)