Probleme nicht herbeireden

«Kein Kantonsschulstandort Rapperswil» Ausgabe vom 28. Januar 2016

Drucken
Teilen

Machen wir Toggenburger uns wieder einmal selber das Leben schwer? Diese Frage könnte man sich aufgrund von zwei Leserbriefen der letzten Tage stellen. Der vorgesehene neue Lehrgang der technisch orientierten Informatikmittelschule in Rapperswil wird bereits als Konkurrenz für den Kantistandort Wattwil heraufbeschworen. Dieses neue Bildungsangebot soll analog einer dreijährigen Lehre mit BMS und anschliessendem Praktikum organisiert werden. Dass infolge der technischen Ausrichtung der Standort Rapperswil gewählt wird, ist eigentlich logisch. Mit der HSR als anerkanntes Institut sind Synergien vorhanden. Eine Konkurrenz zur Kanti Wattwil? – wohl kaum! Ivan Louis aus Nesslau wittert bei diesem Thema trotzdem bereits eine Bedrohung. Regierungsratskandidaten einer anderen Partei seien eine Gefahr bei der Kanti Wattwil. Hand aufs Herz: Wir haben zu lange für den Kantistandort Wattwil gekämpft, als dass er jetzt auf einmal mit billigem Wahlkampfgeplänkel von regionalen Politikern wieder hinterfragt und aufs Spiel gesetzt werden soll. Auch wenn die zuständigen Regierungsräte in der Frage zur Kanti in Wattwil nicht immer mit konsequenter und geradliniger Kommunikation brilliert haben, ist der Standort Wattwil definitiv. Daran wird nicht mehr gerüttelt. Dafür stehen wir gerade und dafür setzen wir uns bis Bauvollendung ein. Es steht mir persönlich nicht an, die misstrauischen Kantonsratskandidaten aus dem Toggenburg zu belehren. Ich hoffe aber zumindest, dass die Gewählten in den nächsten Jahren ihren eigenen Regierungsräten beim Thema Kanti dauernd und kritisch auf die Finger schauen.

Andreas Widmer CVP-Kantonsrat Kirchweg 4, 9613 Mühlrüti

Aktuelle Nachrichten