Problem Schülerzahlen

Die Schule Schlatt hat absehbar sinkende Schülerzahlen, nach Lösungen wird gesucht. Die Bürger stimmen einer Steuersenkung um fünf Punkte zu.

Vreni Peterer
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Präsident Andreas Fuchs. (Bild: vp)

Präsident Andreas Fuchs. (Bild: vp)

SCHLATT. Zwischen den Schulgemeinden Schlatt und Haslen besteht seit Jahren eine Zusammenarbeit. In der Schule Schlatt folgen Jahrgänge mit kleinen Kinderzahlen, während es in Haslen gerade umgekehrt ist. In Schlatt werden zurzeit 44 Kinder unterrichtet, in Haslen 31. Letztes Jahr stellte eine Hasler Schulbürgerin den Antrag, die Räumlichkeiten in der Schule Schlatt auf ihre Tauglichkeit hin zu überprüfen. Das wurde gemacht. «Dabei wurde festgestellt, dass die Gegebenheiten den momentanen Anforderungen genügen», so Schulratspräsident Andreas Fuchs. Weil aber in den nächsten zwei Jahren die Schülerzahl ansteigt, muss das bestehende Schulzimmer vergrössert werden. Die Umbaukosten sind beitragsberechtigt, die Schule Schlatt muss noch mit bis zu 9000 Franken Kosten rechnen. Wegen der höheren Schülerzahl wird das Pensum der Lehrpersonen erhöht. Und da die Turnhalle zu klein ist, werden die 1.- und 2.-Klässler ab neuem Schuljahr in Haslen turnen.

ED fordert Lösung

Probleme bereiten in den kommenden Jahren die ungleichen Jahrgangsgrössen in Schlatt und Haslen. «Deshalb fordert das Erziehungsdepartement von den beiden Schulgemeinden, sich bereits Gedanken zu machen, wie die künftige Zusammenarbeit aussehen könnte», so Andreas Fuchs. Der Umstand, dass so viele Kinder von Haslen nach Schlatt transportiert werden sollten, erscheine dem Erziehungsdepartement zunehmend schwieriger zu rechtfertigen. «Wir sind bereits mit dem Schulrat Haslen daran, Lösungsansätze zu kreieren», sagte Fuchs weiter. Eine Option wäre, in der Zeit mit den grossen Jahrgängen die zweite Klasse bereits in Haslen zu unterrichten, bis sich die Situation wieder entspanne. Ein Bürger stellte die Frage, ob es Sinn mache, so viel Geld (über 90 000 Franken) nur für den Transport auszugeben. Der Schulpräsident erklärte, dass ein Transport auch bei anderen Lösungen unumgänglich wäre. Und die Schule ganz aufzugeben, wäre doch ein schwerer Schritt, so Fuchs. «Der Schulrat findet es wichtig, unsere Schule in Schlatt in irgendeiner Form zu erhalten», betonte er.

Steuerfuss gesenkt

Im letzten Jahr schloss die Schulgemeinde Schlatt mit einem Gewinn von rund 170 000 Franken ab. Deswegen beantragte der Schulrat eine Senkung des Steuerfusses um 5 auf neu 75 Punkte. Die Bürger stimmten diesem Antrag zu. In diesem Jahr wird ein Gewinn von 116 000 Franken erwartet.

Personelles

Der Schulrat hat im vergangenen Jahr das Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Anspruchsgruppen der Schule als gefährdet angesehen und deshalb personelle Änderungen im Lehrerteam vorgenommen.

Zudem wird, auf eigenen Wunsch, die Kindergartenlehrkraft Ladina Hauser per Ende Schuljahr Schlatt verlassen.