Pro und Contra Planungskredit Sportstätte

Leserbriefe zur Abstimmung über den Planungskredit für die Sportstätte Rickenhof in Wattwil am Mittwoch, 21. März.

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Leserbriefe zur Abstimmung über den Planungskredit für die Sportstätte Rickenhof in Wattwil am Mittwoch, 21. März.

Es ist unbestritten, ein Projekt im Rahmen von 17 Millionen Franken wirft Fragen auf, gibt zu kritischer Betrachtung Anlass und polarisiert. Es ist wichtig, dass sämtliche kritischen Überlegungen und Vorbehalte aufgenommen und in ein Gesamtprojekt einfliessen müssen.

Ich habe die gesamte Vorprojektphase genau verfolgt, einerseits als Steuerzahler, andererseits als sportbegeisterter Mensch. Ich bin zur klaren Überzeugung gelangt, dass alle am Vorprojekt beteiligten Personen genau und kompetent gearbeitet haben. Es wurden sämtliche Vor- und Nachteile aufgearbeitet und möglichst alle involvierten Personen in die Entscheidungsfindung eingebunden. Aufgrund all dieser Überlegungen bin ich überzeugt, dass alles gegeben ist, um den nächsten Schritt, die Projektierungsphase in Angriff zu nehmen. Lassen wir es nicht dazu kommen, dass alleine finanzielle Bedenken und Standortquerelen über ein äusserst wichtiges, zukunftsorientiertes Projekt zum Wohle der Allgemeinheit entscheiden.

Ich fordere alle Stimmberechtigten Wattwiler und Lichtensteiger auf, ein überzeugtes Ja an der entsprechenden Bürgerversammlung einzulegen. Mit Ihrer positiven Haltung dem Sportstättenprojekt gegenüber bekennen Sie sich zu einer modernen Zentrumsgemeinde, für die allgemeine Sportförderung der Jugend, für eine unüberbaubare Grünfläche im Tal und für eine zukunftsorientierte, zentrale Sportstättenplanung im Toggenburg.

Christian Heeb

9630 Wattwil

Letzte Chance packen

An der Bürgerversammlung steht mit dem Projektierungskredit für die Sportstätten Rickenhof ein wichtiges Thema zur Debatte. Viele haben ihre Meinung dazu bereits gemacht, viele dürften noch unschlüssig sein. Ein Besuch der Versammlung am Mittwochabend ist sehr zu empfehlen.

Als meine Familie und ich im Jahr 1978 nach Wattwil zogen, beschäftigte man sich schon damals mit dem Projekt einer neuen Sportanlage. Vor über 30 Jahren war also schon der Wunsch nach besseren Möglichkeiten für Vereine und Schulen laut geworden. Leider kam es aber bis heute zu keiner Verwirklichung der Idee. Nun soll mit dem Projekt Rickenhof ein neuer Anlauf genommen werden, denn das Interesse an einer Erweiterung für Sportanlagen ist nicht verschwunden. Im Gegenteil, der Ruf nach neuen Möglichkeiten ist lauter und überzeugter geworden, nimmt doch der Sport im Freizeitangebot eine wichtige Rolle ein. Mit dem vorliegenden Projekt kann man den verschiedensten Vereinen im Jugend- und Breitensport neue Perspektiven schaffen, die sie durch ihre selbstlose Arbeit mehr als verdient haben. Ein erster Grund für mich, am Mittwoch den Kredit zu bewilligen.

Als Lehrer in der Grüenau, später in der Wis, konnte ich vom sportlichen Angebot der verschiedensten Vereine profitieren. Sei es am Unihockeyturnier, an der Thurdammstafette vom TSV Wattwil oder am Schülerturnier vom FC Wattwil Bunt, überall konnte man echte Freude erleben, eine Wohltat für Eltern wie Kinder. Der Sport hat ihnen nicht nur mehr Kondition und Fitness gebracht, sondern ihnen auch im sozialen Gefüge Augen und Herzen geöffnet. In der heutigen Zeit spricht man viel über Probleme der Jugend. Der Sport bietet hier eine Möglichkeit, diesen zu begegnen. Ein zweiter Grund für mich, am Mittwoch den Kredit zu bewilligen.

Der Gemeinderat Wattwil gibt sich Mühe, neue Bewohner mit einleuchtenden Argumenten ins Toggenburg zu holen. Dazu gehören aus meiner Sicht nicht nur mehr Parkplätze, eine Umfahrung, Einkaufsmöglichkeiten sondern auch ein überzeugendes Angebot an Sportstätten. In Sachen Turnhallen sind wir auf einem guten Weg, Lücken zu schliessen. Mit dem Bau einer neuen Halle im Rickenhof gibt es mehr Turnraum, der allen dient, nicht zuletzt der Schuleinheit Wis. Bei den Aussenanlagen aber hapert es zurzeit noch gewaltig. Nach letzten Pressemeldungen beabsichtigt der TSV Wattwil, in naher Zukunft das Kantonalturnfest ins Toggenburg zu holen. Auf der Anlage Rickenhof lässt sich ein solcher Anlass bestens organisieren. Eine neue Sportstätte bringt Jung und Alt vieles. Ein dritter Grund für mich, am Mittwoch den Kredit zu bewilligen.

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger, ich habe versucht, losgelöst von allen Zahlen, Ihnen meine Meinung kundzutun. Natürlich spielen auch für mich die Finanzen eine wichtige Rolle. Doch dazu haben wir unsere Spezialisten, für mich haben zwischenmenschliche Beziehungen ebenfalls einen grossen Stellenwert. Ich hoffe, dass möglichst viele Frauen und Männer den Weg zur Bürgerversammlung finden und damit die Arbeit des Gemeinderates würdigen. Daneben wünsche ich mir als Sportsfreund eine faire Versammlung. Packen wir die letzte Chance!

Rolf Freitag

9630 Wattwil

Zwingendes Ja für die Zukunft

Mit Kopfschütteln habe ich vergangene Woche einige Leserbriefe gelesen. Auch ich war vergangenen Mittwoch an der Vorversammlung im Thurpark und gehöre scheinbar zum Kindergarten der gekichert hat, als eine gewisse Person wie seit Jahren schon, einmal mehr sich lächerlich gemacht hat. Dass man die Nachbargemeinde Krinau als Griechenland hinstellt und Wattwil als Deutschland ist die absolute Höhe.

Mit der Sportanlage Rickenhof bauen wir etwas für die Zukunft und ganz sicher nicht für eine Minderheit. Neben den Sportvereinen werden auch unsere Schüler davon profitieren. Wissen eigentlich gewisse Personen wie viele Vereine Wattwil hat, wie viele Stunden Freizeit viele Vorstandsmitglieder, Trainer und Betreuer an den Tag legen, egal ob Dirigent, Fussballtrainer, Jodler oder Schiedsrichter – alle machen einen tollen Job und sind Gold wert. Auch sehen wir lieber unsere Jugend auf dem Fussballplatz als am Bahnhof – was auch immer sie dort machen. Als Präsident vom SC Wattwil mit mehr als vierhundert Mitgliedern bin ich gegenüber jeder Person dankbar, die im Vorstand mitarbeitet, am Wattwiler Fest serviert oder als Leiter in der TG Wolzen zu Verfügung steht. Sind wir dankbar, dass es noch solche Leute gibt, denn nur so funktioniert unsere Gesellschaft, auch in Wattwil. Wieso soll zum Beispiel ein Skiclub von einer solche Anlage nicht profitieren? Der Erfolg im Winter auf der Piste beginnt bereits im Sommertraining. Auch ich habe keine Freude, wenn ich die Steuerrechnung im Briefkasten habe. Auch ich möchte gerne weniger Steuern zahlen. Dass erreichen wir aber nicht nur mit Sparmassnahmen.

Was die Fruchtfolgeflächen betrifft, ist zu vermerken, dass bei einem Ja die Sportplätze Schomatten, Bunt sowie Flooz verschwinden werden. Auch werden kaum Mehrkosten aufkommen, weil eine Turnhalle behindertengerecht gebaut werden muss. Bei öffentlichen Neubauten ist dies heute Standard. Auch ist es nicht zu spät, Abklärungen zu treffen, welche Interessen der Behindertensport hat.

Die Wattwiler Vereine werden für ein Ja kämpfen. Denn wenn schon im Moment viel Steuern zahlen, dann für eine attraktive Zentrumsgemeinde Wattwil. Daher bitte ich die Wattwiler Stimmbürger mit einem überzeugten Ja am Mittwoch, 21.März, eine Visitenkarte abzugeben. Das gleiche erhoffen wir uns natürlich von unseren Nachbarn in Lichtensteig. Die Vereine und Schulen von Wattwil, Lichtensteig und Umgebung werden es Ihnen danken.

Heinz Lusti

9630 Wattwil

Ein überzeugtes Ja einlegen

Die SP Wattwil ruft alle Stimmbürgerinnen und Stimmbürger dazu auf, am kommenden Mittwoch an der Bürgerversammlung in der katholischen Kirche teilzunehmen und den Voranschlag 2012 gutzuheissen. Damit können verschiedene Projekte aufgegleist oder verwirklicht werden, die unsere Gemeinde voranbringen.

Besonders wichtig ist der SP die regionale Sportanlage. Nachdem die Stimmbürgerschaft den Gemeinderat an der Bürgerversammlung 2011 mit überwältigendem Mehr beauftragt hat, die Planung weiterzuführen, erachtet es die SP aufgrund der überzeugenden Grobplanung als folgerichtig, nun den Projektierungskredit zu sprechen.

Die neue Anlage ist ein Projekt für den Breitensport, von der alle profitieren werden. Wattwil wird attraktiver, die glücklich gestartete Entwicklung um den Bahnhof wird damit sinnvoll ergänzt. Den Gegenargumenten, die regionale Sportanlage sei am falschen Ort oder sie koste zu viel, kann die SP nichts abgewinnen. Wie schon mehrfach dargelegt, hat der Gemeinderat mehrere Standorte überprüft. Im einem Fall wäre die Anlage unter eine Starkstromleitung zu liegen gekommen, andere Standorte waren schlicht zu klein oder nicht ausbaufähig, andere nur sehr teuer zu erschliessen oder sie wurden von der Bürgerschaft schon früher abgelehnt. So verblieb einzig der Standort Rickenhof. Dass hier neben überwiegenden Vorteilen auch Nachteile auszumachen sind, liegt bei unseren beengten Verhältnissen auf der Hand. Überall anders wären die Nachteile aber gewichtiger.

Nicht verfangen soll auch die Angstmacherei mit einer steigenden Verschuldung bei einem späteren Baukredit. Dank einer umsichtigen Finanzpolitik konnte die Verschuldung in den letzten Jahren massiv reduziert werden. Dies gibt den nötigen Spielraum für Investitionen in die Zukunft. Was als «Verschuldung» schlecht geredet wird, ist eine gängige Finanzierung im Gemeinwesen, die auch die Profiteure der Anlage in den kommenden Jahren angemessen mittragen lässt.

Einiges einzuwenden hat die SP gegen politisch unanständige Äusserungen gegenüber Krinau wie sie an der Vorversammlung gefallen sind. Krinau ist nicht Griechenland oder ein Patient auf der Intensivstation. Allein schon wahrgenommene Eigenverantwortung rechtfertigt es, der Fusion zuzustimmen, auch wenn daraus langfristig «nur» eine schwarze Null resultiert. Wattwil und Krinau sind in den letzten Jahren im Schul- und Verwaltungsbereich immer mehr zusammengewachsen. Da ist eine Fusion die logische Folge. Wattwil ist ein Teil des Kantons St. Gallen, da zeugt es von wenig Bürgersinn, wenn behauptet wird, es sei nicht unsere Sache, Probleme des Kantons zu lösen oder die Zukunft unserer Nachbarn gehe uns nichts an. Die SP empfiehlt deshalb an der Abstimmung vom 1. April ein Ja zur Vereinigung von Wattwil und Krinau in die Urne zu legen.

SP Wattwil

Präsident Hansheiri Keller

Wir können uns das nicht leisten

Mit wieder mehr Schulden geht die Gemeinde Wattwil voran. Wattwilerinen und Wattwiler nehmt Euch ein Beispiel an der Gemeinde Nesslau-Krummenau, die haben beschlossen, an der Vorgemeinde die Ausgleichsgelder zurückzuzahlen, das heisst Schulden abbauen. Und nicht Schulden aufbauen wie hier in Wattwil mit einem Projektierungskredit von 490 000 Franken. Sollten Sie Ja sagen, dann entscheiden Sie über einen Bauprojekt in der Höhe von 16 bis 18 Millionen Franken im Jahr 2013. Wenn Sie diesen Millionenbeitrag an der Urne ablehnen sind die 490 000 Franken auch weg. Zurzeit können wir uns das nicht leisten, also darum ein Nein an der Bürgerversammlung in der katholischen Kirche.

Brigue Mcirdi

9631 Ulisbach

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