Pro Natura lanciert Projekte zum Schutz der Amphibien

GANTERSCHWIL. Im Kanton St. Gallen kommen 14 Amphibienarten vor, davon sind sechs Arten stark gefährdet. Besonders kritisch ist die Situation in den Talräumen von Thur und Glatt, weshalb Pro Natura St.

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GANTERSCHWIL. Im Kanton St. Gallen kommen 14 Amphibienarten vor, davon sind sechs Arten stark gefährdet. Besonders kritisch ist die Situation in den Talräumen von Thur und Glatt, weshalb Pro Natura St. Gallen-Appenzell ein regionales Förderprojekt gestartet hat, nach welchem neue, räumlich vernetzte Laichgewässer angelegt wer-den. Mit der Reaktivierung von dynamischen Auengebieten sollen Lebensräume für verschiedene Amphibien, wie die Geburtshelferkröte und die Gelbbauchunke, geschaffen werden. Pro Natura St. Gallen-Appenzell erarbeitete in Ganterschwil zwei Projekte zur Renaturierung von Auen, nämlich in den Gebieten Lochermoos und Letzi. Mit dem Bau von Flutrinnen, welche alle ein bis zwei Jahre durchströmt werden, und Weihern sollen neue Lebensräume geschaffen werden. Neben Pionieramphibien sollen auch Reptilien, Kleinsäuger und Vögel von der Aufwertung der Auengebiete profitieren.

Da für die Auenrenaturierungsprojekte in die Thur und den Necker eingegriffen wird, ist ein Planverfahren nach kantonalem Wasserbaugesetz durchzuführen. Pro Natura St. Gallen-Appenzell unterbreitete die beiden Wasserbauprojekte in den Gebieten Lochermoos und Letzi dem Gemeinderat zur Genehmigung. Der Gemeinderat hat am 29. April die beiden Wasserbauprojekte genehmigt. Die Wasserbauprojekte werden öffentlich aufgelegt: Wasserbauprojekt Auenrenaturierung Lochermoos und Wasserbauprojekt Auenrenaturierung Letzi.

Die Projekte liegen während 30 Tagen, von Mittwoch, 13. Mai, bis Donnerstag, 11. Juni, im Gemeindehaus Bütschwil-Ganterschwil und in der Anlaufstelle Ganterschwil öffentlich zur Einsichtnahme auf. Einsprachen gegen die Wasserbauprojekte sind innert der Auflagefrist schriftlich und begründet beim Gemeinderat einzureichen. (gem/aru)

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