Primarschulgemeinde bald passé

An der letzten Versammlung der Primarschulgemeinde Bütschwil hat Schulratspräsident Albert Studer auf die Geschichte der Schule in und rund um das Dorf Bütschwil geblickt. Mit der laufenden Legislatur zeigt sich Albert Studer zufrieden, der Schulrat konnte all seine Ziele erreichen.

Matthias Giger
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BÜTSCHWIL. 78 der insgesamt 2272 Schulbürgerinnen und Schulbürger haben am Donnerstagabend an der letzten Versammlung der Primarschulgemeinde Bütschwil teilgenommen. Ab dem 1. Januar 2013 ist die Primarschulgemeinde Bütschwil Geschichte. Dann wird sie in die neue Gemeinde Bütschwil-Ganterschwil inkorporiert. Grund genug für einen Blick auf die Schulgeschichte Bütschwils, hat sich Schulratspräsident Albert Studer gesagt. Die Schulgemeinde bestehe seit 1834, sei also 178 Jahre alt. Die Wurzeln der Schule reichen aber tiefer in die Geschichte hinein. 1670 wurde in Bütschwil zumindest im Winter Schule gehalten. 1773 wurde der «Schulbatzen» abgeschafft und die Schule damit allen zugänglich. «Die Bütschwiler Schulen entwickelten sich offenbar sehr gut. So waren Inspektorenberichte um das Jahr 1810 oft voll des Lobes und diese Inspektoren kamen aus St. Gallen, nicht etwa aus Bütschwil selbst», sagte der Schulratspräsident. 1813 hiess es beispielsweise: Die Bütschwiler Schulen gelten als die besten. Kengelbach steht der Dorfschule in nicht viel nach. Auf Zucht und Ordnung wurde damals viel Wert gelegt. So hiess es beispielsweise: Am Samstag soll jeweils eine Prüfung stattfinden, und die Kinder sollen nach dem erworbenen Rang in den Bänken sitzen. Am Sonntag sollen sie auch in dieser Ordnung die Kirche betreten, dass die Eltern sehen, welche Kinder die fleissigsten sind.

Erfreuliche Jahresrechnung

Fleissig ist auch der Primarschulrat gewesen. «Ich darf Ihnen mitteilen, dass der Schulrat die Ziele alle erreicht hat, die er sich für diese Legislatur setzte», sagte Albert Studer und nannte zwei Beispiele. Im Mai würden an den beiden Schulstandorten Bütschwil und Dietfurt Workshops durchgeführt, bei denen die Eltern die Funktionsweise und Grenzen der Elternmitwirkung kennen lernen. Dies entspreche dem Ziel des Schulrats, eine transparente Schule zu führen. Auch die gute, Schulgemeinde-übergreifende Zusammenarbeit mit Ganterschwil sei ein weiteres Beispiel, so Albert Studer.

In der Jahresrechnung resultierte ein Ertragsüberschuss von rund 200 000 Franken. Der Finanzbedarf der Primarschulgemeinde Bütschwil ist um diesen Betrag kleiner, was eine ausgeglichene Jahresrechnung ergibt. Die Stimmbürger hiessen die Jahresrechnung einstimmig gut, ebenso den Voranschlag 2012 sowie den Kredit von 225 000 Franken für den Umbau des Erdgeschosses im Schulhaus Dorf.

Räume optimaler nutzen

Der Raumbedarf der Primarschule sei in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Eine umsichtige Analyse habe beim Schulhaus Dorf Optimierungspotenzial offengelegt. Seit acht Jahren werde die Schulküche nicht mehr genutzt. Durch einen Rückbau der Trennwand könne das Musikzimmer wieder als Schulzimmer mit Gruppenraum genutzt werden. Aus der ehemaligen Schulküche sollen zwei 35 Quadratmeter grosse Zimmer entstehen, führte Albert Studer aus. Er betonte, dass der Umzug des Kindergartens «alte Strasse» direkt nichts mit diesem Bauvorhaben zu tun habe. «Es ist jedoch so, dass wir aufgrund der aktuell steigenden Kinderzahlen erwägen, ab dem Schuljahr 2013/14 wieder drei Kindergärten zu haben», so Albert Studer. Dafür benötige man natürlich entsprechende Räume.

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