Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

SVP will Ortsparteien im Vorderland vereinen, um Präsidentenmangel zu verhindern

Im Vorderland ist geplant, die SVP Ortsparteien zu vereinigen. Walzenhausen hat diesem Schritt schon zugestimmt.
Astrid Zysset
Walzenhausen halt als erste SVP-Ortspartei im Vorderland einem Zusammenschluss bereits zugestimmt. Bild: Hanspeter Schiess

Walzenhausen halt als erste SVP-Ortspartei im Vorderland einem Zusammenschluss bereits zugestimmt. Bild: Hanspeter Schiess

Die SVP Ortspartei Walzenhausen hat an ihrer Mitgliederversammlung den Zusammenschluss einstimmig gutgeheissen. Weitere Zusagen aus dem Vorderland könnten demnächst folgen. «Die ersten Signale stimmen uns positiv», sagt Anick Volger, SVP-Kantonalparteipräsident. Die Rede ist von einem Zusammenschluss der Vorderländer SVP Ortsparteien. Eine Informationsveranstaltung zur sogenannten SVP Vorderland soll im November vonstattengehen, bereits im Frühjahr 2020 soll die Vereinigung dann politisch in Erscheinung treten.

Der Zusammenschluss sei notwendig, um mögliche Vakanzen in den einzelnen Präsidien vorzubeugen. Einige der Personen, welche aktuell den Ortsparteien vorstehen, würden gerne zurücktreten. Doch eine Nachfolge ist nicht in Sicht. «Mit Ausnahme von Heiden werden in vielen Gemeinden seit längerem Freiwillige gesucht, welche das Präsidium übernehmen wollen», sagt Volger. Sich zu expositionieren, davor schrecken jedoch viele zurück. Die Kantonalpartei hat darum beschlossen, zu handeln, bevor die Situation sich zuspitzt. «Wir handeln jetzt aus der Stärke heraus, nicht aus der Not.» Volger betont, dass es einzig um die Präsidien geht, welche schwierig zu besetzen sind. Die Mitgliederzahlen in den einzelnen Ortsparteien seien nach wie vor sehr hoch.

Einzig Rehetobel hat Bedenken geäussert. Jene Ortspartei hegt die Befürchtung, dass der Einfluss auf Gemeindethemen verloren gehen könnte. Eine Sorge, die Volger verstehen kann. Für ihn überwiegen die Vorteile eines Zusammenschlusses jedoch. «Als grössere Sektion hat man mehr politisches Gewicht. Auch der finanzielle Spielraum verändert sich.» Die Skepsis von Rehetobel würde die Gründung einer SVP Vorderland aber nicht verhindern. Jene Gemeinde könnte sich auch zu einem späteren Zeitpunkt noch zu einem Beitritt entschliessen. Ein solcher sei jederzeit möglich. Die SVP Appenzell Ausserrhoden habe alle formellen Anforderungen inklusive der Statutenreform bereits vollzogen, so Volger weiter. Der Gründungsversammlung im Frühjahr steht somit nichts mehr im Wege. Der Vorstand der SVP Vorderland ist zudem im Grundsatz nominiert, das Präsidium würde Sven Gerig aus Heiden übernehmen.

Die Gründung der SVP Vorderland ist ein Pilotprojekt. Gemäss Volger soll diese Organisationsform auch im Mittel- und Hinterland umgesetzt werden. Erste Gespräche im Mittelland würden bereits laufen, ein Zusammenschluss wird auf Ende kommenden Jahres ins Auge gefasst. Wann im Hinterland dieser Schritt ansteht, ist noch offen. «Dort sind unsere Sorgen, die Präsidien langfristig besetzen zu können, am geringsten.» Und noch etwas macht die Situation im Hinterland speziell: Von einem Zusammenschluss wäre Herisau aufgrund der Stärke der dortigen Ortspartei und dem anderen Wahlsystem ausgeschlossen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.