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Präsidentin der Schülerorganisation zum Facebook-Fasten an der Kanti Trogen: «Die Zeiten von Facebook sind längst vorbei»

Seit Mitternacht wird an der Kantonsschule Trogen gefastet – und zwar online: Die Schule verzichtet für vier Wochen auf sämtliche Aktivitäten auf ihren sozialen Netzwerken. Smilla Bühler, Präsidentin der Schülerorganisation, erzählt, wie die Aktion bei den Jugendlichen ankommt und warum die Schule sich besser auf Instagram statt auf Facebook konzentrieren sollte.
Claudio Weder

Smilla Bühler, wie wichtig ist es, dass die Kanti Trogen ihre Schüler für das Thema Datenschutz sensibilisiert?

Ich finde allgemeines Sensibilisieren zu diesem Thema sehr sinnvoll und auch nützlich für die Schülerschaft. Meiner Meinung nach unterschätzen viele in meinem Alter die potenziellen Gefahren von Facebook oder sind sich ihrer schlicht und einfach gar nicht bewusst. Ich unterstütze somit den Versuch, durch den Fastenmonat und den Trogen Talk auf das Thema aufmerksam zu machen. Jedoch ist es meiner Meinung nach der falsche Weg.

Warum?

Ich hätte zuerst versucht, etwas klassen- oder zumindest kanti-intern auf die Beine zu stellen, zumal der Trogen Talk ja ausserhalb der Schulzeit stattfindet und dort sehr wenige Schüler teilnehmen. Ich persönlich fände zum Beispiel einen Selbstversuch à la «eine Woche ohne Handy» cool. Wäre dies dann noch gemeinsam mit meiner Klasse oder zumindest einer Gruppe Schüler, hätten diese sicherlich noch mehr Ansporn, es durchzuziehen. Und so würden in der Pause nicht immer alle sofort am Bildschirm kleben.

Wie kommt der «Fastenmonat» bei den Schülern an?

Die grosse Mehrheit kennt die Hintergründe und Beweggründe des Fastenmonats und Trogen Talks noch nicht genau und stehen der Aktion daher eher gleichgültig gegenüber. Andere finden, es gäbe Wichtigeres, das die Schule ansprechen müsste. Wiederum andere finden den Ansatz gut.

Smilla Bühler, Präsidentin der Schülerorganisation der Kanti Trogen. (Bild: PD)

Smilla Bühler, Präsidentin der Schülerorganisation der Kanti Trogen. (Bild: PD)

Braucht die Kanti Trogen einen eigenen Facebook-Account?

Die Zeiten von Facebook sind vorbei: So sind auch die meisten Schülerinnen und Schüler der Kanti Trogen nicht mehr auf Facebook angemeldet oder aktiv. Die Facebook-Seite der Schule wird also nicht sehr oft besucht – oder dann nur, um den aktuellen Menuplan der Mensa anzuschauen. Ich denke jedoch, dass die älteren, bereits abgegangenen Schüler die Facebook-Seite trotzdem schätzen, da darauf aktuelle und auch ältere Bilder und Neuigkeiten zu finden sind und man so auf dem Laufenden bleiben kann. Nichtsdestotrotz läuft der Trend weg von Facebook hin zu Instagram.

Die Kanti Trogen besitzt bereits einen Instagram-Account.

Das stimmt. Dieser hat allerdings noch Entwicklungspotenzial. Momentan dient die Instagram-Seite der Kanti Trogen mehr als eine Art Dekoration. An den Posts, meist Bilder vom Schulalltag, ist eigentlich nichts auszusetzen, trotzdem könnte man die Seite ideal als weiteren Kommunikationskanal verwenden. Heute sind fast alle Teenager auf Instagram aktiv. Das macht diese Plattform sehr ansprechend und Neuigkeiten oder Mitteilungen würden so eventuell eher gelesen werden als beispielsweise in unserem Wochenmail.

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