Präsidentenwechsel in Schlatt

Die gutbesuchte Schulgemeinde in Schlatt verlief am Freitagabend ruhig. Der neue Schulratspräsident heisst Andreas Fuchs. Er wurde als Nachfolger der zurückgetretenen Ruth Rechsteiner gewählt. Der Steuerfuss bleibt unverändert bei 85 Punkten.

Vreni Peterer
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Andreas Fuchs ist neuer Schulpräsident von Schlatt. Er tritt die Nachfolge von Ruth Rechsteiner an. (Bild: Vreni Peterer)

Andreas Fuchs ist neuer Schulpräsident von Schlatt. Er tritt die Nachfolge von Ruth Rechsteiner an. (Bild: Vreni Peterer)

SCHLATT. Im Schulhaus Schlatt werden derzeit 24 Kindergärtler unterrichtet. In der 1. und 2. Klasse sind es 17 Kinder. Bei einem Teil davon handelt es sich um Hasler Mädchen und Buben. Von der Schlatter Schulgemeinde gehen vier Kinder in Haslen zur Schule. Dies im Rahmen der Zusammenarbeit der beiden benachbarten Schulgemeinden. Mit dieser Zusammenarbeit sei man sehr zufrieden, berichtete die Präsidentin Ruth Rechsteiner, welche in ihrem Jahresbericht einige Schulanlässe speziell erwähnte und dem dreiköpfigen Lehrerteam für das grosse Engagement dankte.

Einen Dank richtete die Präsidentin auch an den Bezirk, der für den Unterhalt des Spielplatzes 5000 Franken gesprochen hat.

Sicherheit Rechnung tragen

Beim Busbetrieb zwischen den Schulen Schlatt und Haslen sind im Gegensatz zum Vorjahr Änderungen vorgenommen worden. Zugunsten der kleinsten Kinder ist eine Haltestelle verschoben und der Busfahrplan umstrukturiert worden. Neu befindet sich beim Wendeplatz Saul eine Haltestelle. Ruth Rechsteiner beantwortete an der Schulgemeinde die aufgeworfene Frage, weshalb der Bus leer zum Saul fährt. Ein Grund dafür sei die Sicherheit. Insbesondere im Winter wolle man nicht mit einem bereits voll besetzten Bus diese Haltestelle anfahren.

Mehr Sicherheit strebte man auch bei der Haltestelle «Tanne» an, welche in der Tempo-80-Zone liegt. In Zusammenarbeit mit den betroffenen Eltern und dem Busunternehmen wurde beschlossen, dass die kleinen Kinder bis und mit zweite Klasse vom Buschauffeur über die Strasse begleitet werden.

Gegen den ursprünglich geplanten Carport beim Pfarrhaus hat der Schulrat Schlatt Einsprache erhoben. Er forderte einen Abstand von mindestens vier Metern zum Schulgrundstück. Dies, damit die Sicherheit für die Kinder gewährleistet ist und keine Parkplätze auf dem Schulplatz verloren gehen. Die Pläne der Kirchenverwaltung Appenzell wurden mittlerweile wegen einer Einsprache der Heimatschutzkommission überarbeitet, und nun ist die Erstellung einer Doppelgarage geplant; dies mit dem vom Schulrat gewünschten Abstand von vier Metern.

Weniger Steuereinnahmen

Die Rechnung 2012 der Schulgemeinde Schlatt schliesst mit einem Verlust von rund 85 000 Franken ab. Wie die Kassierin Luzia Keller erläuterte, ist dieser Abschluss damit zu erklären, dass bedeutend weniger Steuern eingegangen sind als erwartet, nämlich 148 000 Franken weniger. Aus dem Härtefallfonds hat die Schule Schlatt rund 15 000 Franken erhalten, das sind rund 68 000 Franken weniger als im Vorjahr. Das Bank-Darlehen wurde um 50 000 Franken abbezahlt und beträgt somit noch 150 000 Franken. Ein Schulbürger zeigte sich erschrocken über den grossen Verlust in der Rechnung. Er fragte den Schulrat unter anderem an, ob beim Kanton alle Möglichkeiten ausgeschöpft worden seien. Schulratspräsidentin Ruth Rechsteiner bejahte dies. Man hoffe aber in diesem Jahr wieder auf einen höheren Beitrag aus dem Härtefallfonds. Im übrigen habe man in den letzten Jahren sukzessive das Bank-Darlehen abbezahlt, so die Präsidentin.

Der Schulrat schlug den Bürgern vor, den Steuerfuss unverändert auf 85 Punkten zu belassen. Dieser Antrag wurde mehrheitlich gutgeheissen. Das Budget für das Jahr 2013 rechnet mit einer praktisch ausgeglichenen Rechnung.

Diskussionslos genehmigt wurde von den Schlatter Schulbürgern eine Ergänzung im Schulreglement betreffend die Übernahme des kantonalen Reglements zur Informatiksicherheit.

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