Präsidentenamt ist immer noch zu haben

WATTWIL. Bis zum 30. Juli könnten noch Wahlvorschläge eingereicht werden. Das las man in einem Inserat der Katholischen Kirchgemeinde Wattwil vom 25. Juni. Der erste Wahlgang für die Gesamterneuerungswahlen für die kirchlichen Behörden im Kanton St.

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WATTWIL. Bis zum 30. Juli könnten noch Wahlvorschläge eingereicht werden. Das las man in einem Inserat der Katholischen Kirchgemeinde Wattwil vom 25. Juni. Der erste Wahlgang für die Gesamterneuerungswahlen für die kirchlichen Behörden im Kanton St. Gallen für die neue Amtsperiode 2016 bis 2019 findet am 13. September statt. Ein eventueller zweiter Wahlgang ist am 8. November.

«Nicht so einfach»

Für den Kirchenverwaltungsrat (KVR) der katholischen Kirchgemeinde Wattwil stellen sich bisher vier Personen zur Verfügung. Hingegen hat sich noch niemand gemeldet, der das Präsidium übernehmen möchte.

Marlis Kaufmann aus Wattwil ist seit wenigen Monaten Vizepräsidentin des KVR und Kontaktadresse für Interessenten im Inserat. Sie bestätigt, dass der KVR immer noch auf der Suche nach einem Präsidenten oder einer Präsidentin ist. «Es ist nicht so einfach», räumt sie ein. Anfragen liefen noch. Eigentlich habe man aber Zeit bis zum 24. Juli für den ersten und bis September für den zweiten Wahlgang, um einen Kandidaten zu finden.

Eventuell kommt ein Kurator

Wenn im ersten Wahlgang kein Präsident gewählt werde, müsse der zweite Wahlgang auch ohne offizielle Kandidaten stattfinden, sagt Thomas Franck, Verwaltungsdirektor des katholischen Konfessionsteils des Kantons St. Gallen. Es sei schon einmal vorgekommen, dass jemand, der kein Kandidat war, im zweiten Wahlgang wenige Stimmen erhalten und die Wahl angenommen habe – als Präsident mit der tiefsten Stimmenzahl (drei) in der Geschichte der Kirche St. Gallen. Das war 2011 der heute amtierende KVR-Präsident von Diepoldsau.

Wenn der KVR Wattwil nach dem zweiten Wahlgang ohne Präsident dastehe, müsse man mit dem KVR zusammensitzen. Wenn die Vizepräsidentin das Präsidium übernehmen wolle, könne sie das interimistisch tun mit dem Auftrag, auf Präsidentensuche zu gehen. Interimistisch definiert Franck mit bis zu einem Jahr. Bedingung sei, dass der KVR beschlussfähig sei. Wenn niemand das Präsidium interimistisch übernehmen wolle, werde die Kantonalkirche einen Kurator einsetzen, der ebenfalls beauftragt wäre, einen Präsidenten zu suchen. Die gewählten Mitglieder des KVR würden ihre Ämter behalten. (mkn)

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