Präsident von Anfang an gefordert

Marcel Maier löst Werner Schmid als Präsident des Appenzeller Kantonalfussballverbandes ab. Bis Anfang Mai müssen die Vereine entscheiden, ob das Appenzellerland einen Stützpunkt zur Nachwuchsförderung erhält.

Marcel Jud
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Der frischgewählte AKFV-Präsident Marcel Maier mit seinen beiden Vorgängern Werner Schmid und Hermann Strübi (von rechts). (Bild: maj)

Der frischgewählte AKFV-Präsident Marcel Maier mit seinen beiden Vorgängern Werner Schmid und Hermann Strübi (von rechts). (Bild: maj)

FUSSBALL. Die Verabschiedung und Ehrung seines Nachfolgers habe er sich nicht entgehen lassen können, sagte Hermann Strübi am Freitag an der Delegiertenversammlung des Appenzeller Kantonalfussballverbandes AKFV im Gasthof Sternen in Bühler. «Aus Wertschätzung gegenüber Werner Schmid habe ich meine Teilnahme an der HV des Ostschweizer Schiedsrichterverbands OSV abgesagt.» Strübi, Ehrenpräsident des OSV, hatte selbst zehn Jahre an der Spitze des AKFV gestanden und das Präsidium 2001 an Schmid übergeben.

In seiner Rede würdigte Strübi Schmids Engagement im AKFV-Vorstand. Mit Freude erinnere er sich an die gemeinsamen Reisen an Qualifikationsspiele der Schweizer Nationalmannschaft im Ausland. Der Vizepräsident und Finanzchef des AKFV, Urs Forrer, betonte, dass sich Schmid während seiner 15jährigen Präsidentschaft vor allem in der Zusammenarbeit mit den Vereinen verdient gemacht habe. Deren Delegierte würdigten Schmids Einsatz auf besondere Weise und wählten ihn mit Applaus zum Ehrenpräsidenten des AKFV.

Neuer Präsident und Aktuar

Im Anschluss an die Verabschiedung Schmids stand die Wahl seines Nachfolgers an. Die Delegierten entschieden sich einstimmig für den vom Vorstand vorgeschlagenen Marcel Maier aus Wolfhalden. Der bisherige Aktuar hatte sich keinem Gegenkandidaten zu stellen und nahm die Wahl mit einer Ehrerweisung an seinen Vorgänger an: «Wenn ich meine Aufgabe nur halb so lang und halb so gut wie Werner Schmid erfüllen werde, kann ich mehr als zufrieden sein.»

Für die entstandene Vakanz gab es mit Sepp Raimann aus Oberegg ebenfalls nur einen Kandidaten. Er wurde von den Delegierten einstimmig zum Aktuar gewählt. Raimann gehört wie Schmid und Maier dem FC Heiden an. Mit seiner Wahl ist der vierköpfige AKFV-Vorstand komplett. Die bisherigen Mitglieder wurden in ihrem Amt einstimmig bestätigt: Urs Forrer vom FC Speicher als Finanzchef und Rocco Lavanga vom FC Herisau als technischer Leiter.

Diskussion um Stützpunkt

Dem neu zusammengesetzten Vorstand bleibt keine Zeit für eine ruhige Eingewöhnung. Dies wurde klar, als Markus Frei das Projekt «Footeco» des Schweizer Fussballverbands SFV vorstellte. Der ehemalige Junioren-Nationaltrainer erörterte die Bestrebungen des SFV, das Nachwuchsförderprogramm für 11- bis 13-Jährige auszubauen. In der Ostschweiz sind vier neue «Footeco»-Stützpunkte geplant, an denen talentierte Mädchen und Jungen ein wöchentliches Training absolvieren; zusätzlich zu jenen in den Stammvereinen. Ein solcher Stützpunkt ist für das Appenzellerland vorgesehen. Die hiesigen Talente gehen für ihr «Footeco»-Training zurzeit nach St. Gallen. Ein Appenzeller Stützpunkt braucht die Zustimmung des Kantonalverbands und der Vereine. Viel Zeit bleibt nicht: Bis Anfang Mai müssen sie sich entschieden haben.

Antonio Romano geehrt

Neben der Diskussion um einen Appenzeller «Footeco»-Stützpunkt werden die Vorbereitungen des AKFV-Jubiläums 2017 Maiers erstes Präsidialjahr prägen. Wie das 50jährige Bestehen des Verbands gefeiert werde, sei offen, sagte er. «Es wird aber sicher nichts Pompöses.» Die finanziellen Mittel des Vorstands seien beschränkt, da er den Grossteil seiner Einnahmen, etwa aus Swisslos-Beiträgen, an die Vereine weitergebe und in die Hallenturniere investiere.

Noch vor dem kantonalen Verband feiert der FC Bühler im September sein 50-Jahr-Jubiläum. Passend dazu wurde an der DV Antonio Romano für seine langjährige Vereinstätigkeit geehrt. Romano ist beim FC Bühler Sportlicher Leiter Aktive und trainiert die zweite Frauenmannschaft. In seiner Dankesrede beschrieb er die Cupgewinne mit den Juniorinnen als Höhepunkte. Doch seien es nicht in erster Linie die Erfolge, die ihn für seinen Einsatz entschädigten: «Die Freude am Fussball, die ich bei den Spielerinnen sehe, sind für mich Lohn genug.»