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Postschalter an der Haustüre: Die Post führt in acht Ausserrhoder Gemeinden den Hausservice ein

Die Post baut ihr Angebot im Appenzellerland aus: Ab dem 4. November können in acht Ausserrhoder Gemeinden sowie in Innerrhoden Postgeschäfte neu auch direkt an der Haustüre erledigt werden.
Claudio Weder
Postboten nehmen in acht Ausserrhoder Gemeinden sowie in Innerrhoden neu auch Kundenaufträge entgegen. (Bild: Samuel Golay/Keystone)

Postboten nehmen in acht Ausserrhoder Gemeinden sowie in Innerrhoden neu auch Kundenaufträge entgegen. (Bild: Samuel Golay/Keystone)

Gute Nachrichten für die Postkundinnen und -kunden im Appenzellerland: Ab dem 4. November wird in acht Ausserrhoder Gemeinden sowie in weiten Teilen Innerrhodens (siehe Text unten) der Hausservice eingeführt. Dieses Angebot ist als Ergänzung zum bestehenden Angebot in den jeweiligen Postfilialen und -agenturen gedacht und bietet die Möglichkeit, Postgeschäfte direkt an der Haustüre zu erledigen.

So funktioniert’s: Mit einem gelben Steckschild am Briefkasten zeigt man dem Postboten an, dass man ein Postgeschäft abwickeln möchte. Dieses Steckschild bekommen die Kundinnen und Kunden von der Post zugeschickt. Auf der nächsten Zustelltour klingelt der Postbote an der Tür, um die Wünsche entgegenzunehmen. Die Kundinnen und Kunden können die gleichen Postdienstleistungen erledigen, die in Filialen oder Filialen mit Partnern wie Lebensmittelgeschäften möglich sind: Es können Rechnungen bezahlt, Briefe und Pakete – auch eingeschrieben – aufgegeben, Briefmarken bezogen oder auf Vorbestellung Geld vom Postkonto bezogen werden. Der Hausservice steht von Montag bis Freitag zur Verfügung.

Voralpine Gebiete sind eine Herausforderung

Mit der Einführung des Hausservices reagiert die Post auf die revidierte Postverordnung, die seit dem 1. Januar 2019 in Kraft ist. Diese verlangt, dass 90 Prozent der Bevölkerung zu Fuss oder mit dem öffentlichen Verkehr innert 20 Minuten Zugang zu Post- und Zahlungsverkehrsdienstleistungen hat. Neu muss die Post diese Erreichbarkeit in jedem Kanton für sich betrachtet gewährleisten – früher wurde die Erreichbarkeit im Landesdurchschnitt berechnet.

Laut Mirko Gentina, Kommunikationsverantwortlicher für die Region Ost bei der Post, stellen voralpine Streusiedlungsgebiete wie das Appenzellerland dabei eine besondere Herausforderung dar: «Wir erreichen mit Filialen nicht den gleich hohen Bevölkerungsanteil wie in zentraler besiedelten Landesteilen. Kundinnen und Kunden können darum von einer Einführung des Hausservices zusätzlich zu den bestehenden Angeboten am meisten profitieren und die Erreichbarkeit gemäss Postverordnung wird so sichergestellt.»

In Ausserrhoden wird der Hausservice in den Gemeinden Bühler, Stein, Schwellbrunn, Trogen, Rehetobel, Wald, Wolfhalden und Walzenhausen eingeführt. «In diesen Gemeinden wohnen relativ viele Menschen in weitläufigen Streusiedlungen und haben darum einen erschwerten Zugang zu den Dienstleistungen der Post. Diesen möchten wir in den ausgewählten Gebieten gezielt entgegenkommen», sagt Mirko Gentina.

Dienstleistungen sollen ausgebaut werden

Sieben Postfilialen gibt es in Ausserrhoden (siehe Karte). Diese bleiben vorerst bestehen. Daneben existieren 14 Filialen mit Partnern. Zusammen mit dem Hausservice stehen damit im ganzen Kanton insgesamt 29 Post-Zugangsmöglichkeiten zur Verfügung. Bis ins Jahr 2020 sollen die Dienstleistungen der Post noch weiter ausgebaut werden. Geplant ist vor allem ein Ausbau von Geschäftskundenstellen, PickPost-Stellen sowie MyPost-24-Automaten.

Die Post bietet den Hausservice bereits an über 1300 Standorten in der ganzen Schweiz an. «Geschätzt werden insbesondere die grosse Flexibilität und die persönliche Beratung durch den Postboten», sagt Gentina. Weiter betont er, dass auch für das Zustellpersonal die persönlichen Kontakte mit der Kundschaft häufiger und vielfältiger werden. Einen Nachteil habe das neue Angebot aber dennoch: «Der Hausservice führt zu einem höheren zeitlichen Aufwand bei Zustellerinnen und Zustellern durch die Erledigung der Postgeschäfte und die Beratung», so Gentina. Die Post plane diese Personalressourcen aber entsprechend ein.

Post neu auch über Mittag geöffnet

(wec) Auch in Innerrhoden baut die Post ihr Angebot aus: Ab dem 4. November 2019 bietet die Post den Hausservice in Eggerstanden, Meistersrüte, Steinegg, Schlatt, Haslen, Weissbad, Schwende, Wasserauen, Brülisau, Gonten, Gontenbad, Jakobsbad, Oberegg und Büriswilen an. Ebenfalls führt sie den Hausservice auf der Göbsi und in Appenzell selber ein – allerdings ohne das Gebiet der Feuerschaugemeinde, denn hier liegt die Postfiliale Appenzell in unmittelbarer Nähe. Durch den Hausservice, welchen die Post von Montag bis Freitag anbietet, profitieren in Zukunft zusätzlich rund 2000 Appenzellerinnen und Appenzeller von einer noch besseren Postversorgung.

Zusätzlich zur Einführung des Hausservices stärkt die Post ihr bestehendes Filialnetz im Kanton. Ab dem 4. November werden die Öffnungszeiten der Post Appenzell ausgeweitet, indem die Post ihre Schalter künftig auch über Mittag öffnet. Ergänzt wird das Postangebot durch den neuen MyPost- 24-Automaten in Appenzell, der in unmittelbarer Nähe zur Postfiliale und zum Bahnhof steht. Dieser bietet Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, ihre Pakete und eingeschriebenen Briefe rund um die Uhr zu versenden oder abzuholen, beispielsweise als Pendler der Appenzeller Bahn.

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