Post Urnäsch: Nur Verlierer

Nicht lange ist es her, als höchst emotional über die geplante Änderung der Poststelle Urnäsch diskutiert worden ist. Die geplante Lösung mit Mercato hätte dem Dorf sicherlich mehr gebracht als die Info auf dem gelben Zettel, welchen die Urnäscher am Montag im Briefkasten gehabt haben.

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Nicht lange ist es her, als höchst emotional über die geplante Änderung der Poststelle Urnäsch diskutiert worden ist. Die geplante Lösung mit Mercato hätte dem Dorf sicherlich mehr gebracht als die Info auf dem gelben Zettel, welchen die Urnäscher am Montag im Briefkasten gehabt haben.

Anstelle von mehreren Arbeitsplätzen, längeren Öffnungszeiten, einem besseren Angebot in unmittelbarer Nähe des Reka-Dorfes und dem Bahnhof hat man sich nun dafür entschieden, dass die Post Urnäsch noch während 25 Stunden in der Woche offen bleibt. Wenn man sich überlegt, dass eine normale Arbeitswoche 42,5 Stunden hat, frage ich mich ernsthaft: Ist das der Anfang vom Ende der Urnäscher Post?

Unter dem Strich bedeutet das für die Gemeinde Urnäsch eine schlechtere Dienstleistung, weniger statt mehr Arbeitsplätze, daraus resultierend weniger Steuereinnahmen, Einnahmen aus Tourismus usw. In dieser Sache gibt es keinen einzigen Gewinner, sondern nur Verlierer. Vielleicht ist der erwähnte Treffpunkt vor der verschlossenen Türe der Post ja noch denkbar, aber sicherlich nicht so attraktiv wie ursprünglich gedacht.

Ein gutes Beispiel, das zeigt, wie Wirtschaft verhindert, ja sogar vernichtet werden kann, das auf keinen Fall Schule machen darf und soll. Als selbständiger Unternehmer ist das für mich ein Graus.

Jakob Gülünay

Befang 889, 9107 Urnäsch

Das «Vaterunser»

«Wort zum Sonntag» vom 22. September; «Die falsche Bitte»

Der Gedanke, die Christliche Kirche hätte über Jahrtausende «gedankenlos» das Vaterunser heruntergeleiert, ist schockierend und schmerzhaft, aber weit daneben.

Gott selbst versucht niemand zur Sünde, wie es in Jak. 1.13. geschrieben steht, aber er führt dennoch in die Versuchung. Man muss das Wort «Versuchung» auch als «Prüfung» verstehen. Das musste der Sohn Gottes sogar am eigenen Leib erfahren: In Luk.3.21. wurde Jesus getauft. Weiter in Vers 22 heisst es: «und der Heilige Geist stieg in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herab.»

Im Kapitel 4.1.steht weiter geschrieben: «Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kehrte vom Jordan zurück und wurde vom Geist (von Gott) in die Wüste geführt und vierzig Tage vom Teufel versucht.»

Gott führte Jesus in die Versuchung, aber versucht wurde er vom Teufel. Gott legt grossen Wert darauf, unsere Treue in der Versuchung zu prüfen.

Das Resultat dieser Prüfung sehen wir ebenfalls im Leben Jesu. In Luk. 4: 14. steht: «Und Jesus kehrte in der Kraft des Geistes zurück nach Galiläa».

Durch die Prüfung (Versuchung) wurde die «Fülle des Geistes» zur «Kraft des Geistes». Auch Hiob im Alten Testament musste oder durfte dies erfahren. Auch er wurde auf seine Treue geprüft.

Würde man das «Vaterunser» nach dem Vorschlag des Verfassers des Artikels mit den Worten «Führe uns in der Versuchung» beten, wäre die Fortsetzung in diesem Kontext gar nicht passend: «sondern erlöse uns von dem Bösen».

Eine möglicherweise verständnisvollere Textführung wäre: «Führe uns nicht in die Versuchung (Prüfung)».

Sparen wir uns jedoch diesen Buchstabenkrieg und beten wir getrost das «Vaterunser», wie es uns vom Herrn gelehrt wurde, aber vielleicht doch mit einem tieferen Verständnis für dieses Gebet aller Gebete.

Rev. Dr. hc. Ernst Tanner

9043 Trogen

Einen Fehlentscheid korrigiert

Wir begrüssen den Entschluss des Regierungsrates, den ominösen Entscheid zur Abschaffung der Zivilstandsnachrichten zu widerrufen. Nun hoffen wir, dass auch unsere Gemeinde nachzieht, zumal in Trogen der Entscheid zur Abschaffung gefällt wurde, aus heiterem Himmel, lange bevor der Regierungsrat so entschieden hat. Da ja im Zeitalter von Internet und Co. sowieso alles öffentlich ist, besteht nach wie vor kein stichhaltiger Grund, diesen Entscheid der Gemeinde nicht auch zu korrigieren. Viele hoffen darauf.

Annemarie Diem,

9043 Trogen