Politischer Vorstoss
Nach der Spitalschliessung in Heiden: Mittelländer und Hinterländer Kantonsräte setzen sich für das Vorderland ein

Die Kantonsratsmitglieder Urs Alder und Katrin Alder haben eine schriftliche Anfrage eingereicht. Darin stellen sie unter anderem die Frage, wie die Spitalliegenschaft in Heiden künftig genutzt und wie die Notfallversorgung sichergestellt werden könnte.

Jesko Calderara
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Der Kanton soll zusammen mit der Gemeinde Heiden eine Lösung für die Spitalliegenschaft suchen. Dies verlangen die beiden FDP-Kantonsräte in ihrer Anfrage.

Der Kanton soll zusammen mit der Gemeinde Heiden eine Lösung für die Spitalliegenschaft suchen. Dies verlangen die beiden FDP-Kantonsräte in ihrer Anfrage.

Bild: KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Katrin Alder ist FDP-Kantonsrätin aus Herisau.

Katrin Alder ist FDP-Kantonsrätin aus Herisau.

Bild: PD

Die Ausserrhoder Regierung wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zur künftigen Nutzung der Spitalliegenschaft in Heiden und zur medizinischen Grundversorgung im Vorderland äussern müssen. Die beiden FDP-Kantonsratsmitglieder Katrin Alder (Herisau) und Urs Alder (Teufen) haben dazu eine schriftliche Anfrage eingereicht, in der sie dem Regierungsrat verschiedene Fragen stellen. Nach der angekündigten Schliessung des Spitals Heiden verlangte bereits die FDP-Fraktion an der letzten Sitzung im Rahmen der Debatte zum Geschäftsbericht des Spitalverbunds AR eine optimale Notfallversorgung und volkswirtschaftliche Unterstützung für das Vorderland.

Urs Alder ist Industriepräsident und FDP-Kantonsrat aus Teufen.

Urs Alder ist Industriepräsident und FDP-Kantonsrat aus Teufen.

Bild: PD

Daran knüpfen die beiden Freisinnigen nun an. «Wir möchten damit unseren Forderungen das nötige Gehör verschaffen», sagt Urs Alder. Nun sei ein gemeinsames Handeln gefragt. Mit dem Vorstoss wolle er dies zusammen mit seiner Hinterländer Ratskollegin unterstreichen, sagt der Mittelländer Kantonsrat und Ausserrhoder Industriepräsident. «Es geht letztlich darum, für Heiden und das Vorderland eine nachhaltige und sinnvolle Lösung für die Spitalliegenschaft zu suchen.» Dies verlange eine klare Positionierung der Regierung sowie des Kantonsrates und eine öffentliche Debatte.

Fragen zur künftigen Nutzung der Spitalliegenschaft

Ähnlich argumentiert Katrin Alder. «Es ist unsere Pflicht, sich nicht nur für die eigene Wohngemeinde oder Wohnregion einzusetzen, sondern für den gesamten Kanton», betont die Herisauerin.

In ihrer Anfrage verlangen die beiden Freisinnigen unter anderem Auskunft zur künftigen Sicherstellung des Rettungsdienstes. Zudem wollen sie von der Regierung wissen, welcher prozentualer Anteil an Notfallpatienten bisher in Heiden behandelt wurde. Ein weiterer Punkt dreht sich um die vorhandene Gesundheitsinfrastruktur im Biedermeierdorf, die ab 2022 leer stehen wird. Im Vorstoss werden Antworten gefordert auf die Frage, welche Art von Nutzung mit positiver und nachhaltiger volkswirtschaftlicher Auswirkung für Heiden geplant ist. In diesem Zusammenhang wird auf die Positionierung des Vorderlands als Gesundheitsregion hingewiesen. Der Regierungsrat wird abgesehen davon beantworten müssen, inwiefern der Kanton die vom Spital-Aus betroffene Region unterstützen wird. So verlangen Katrin Alder und Urs Alder Auskunft zu den Anstrengungen und möglichen Projekten des Amts für Volkswirtschaft.