Poetischer Klavierabend mit Alexander Lonquich

APPENZELL. Mit seiner Musikalität, Virtuosität und Unmittelbarkeit der Wiedergabe ist Alexander Lonquich einer der führenden Pianisten der Zeit. Diesen Freitag, 3.

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Pianist Alexander Lonquich konzertiert am Freitag in Appenzell. (Bild: pd)

Pianist Alexander Lonquich konzertiert am Freitag in Appenzell. (Bild: pd)

APPENZELL. Mit seiner Musikalität, Virtuosität und Unmittelbarkeit der Wiedergabe ist Alexander Lonquich einer der führenden Pianisten der Zeit. Diesen Freitag, 3. Oktober, 20 Uhr, stellt er in der Kunsthalle Ziegelhütte Appenzell den zweiten Band von Debussys klangmalerischen Préludes der Sonate in B-Dur von Franz Schubert gegenüber.

Lonquich ist, wie es in einer Medienmitteilung heisst, regelmässig zu Gast bei internationalen Festivals wie den Salzburger Festspielen, der Mozartwoche Salzburg, dem Edinburgh Festival, dem Kammermusikfest Lockenhaus, der Schubertiade Schwarzenberg, dem Menuhin Festival Gstaad und vielen mehr. Er konzertiert in den Konzertzentren Europas, der USA, Japans und Australiens und spielte als Solist mit den Wiener Philharmonikern, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Royal Philharmonic Orchestra, den Düsseldorfer Symphonikern, dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg, dem Orchestre Champs-Elysées und weiteren.

Zwölf Préludes

In seinem Klavierabend in Appenzell spielt der Meisterpianist zuerst die zweite Sammlung von zwölf Préludes von Claude Debussy. Mit den Préludes stellt sich der Komponist in die Tradition der Sammlungen von Bach und Chopin, aber ohne strenge Ordnung und mit lyrischen Titeln wie «Les Fées sont d'exquises danseuses» oder «Feuilles mortes». Diese Stücke sind voller Poesie, Klangsinnlichkeit und Virtuosität, aber auch voller Ironie und Witz. Der Zyklus schliesst mit dem virtuosen «Feux d'artifice», einem Feuerwerk pianistischer Bravour.

Schuberts B-Dur-Sonate

In der zweiten Hälfte erklingt mit der grossen B-Dur-Sonate von Franz Schubert die letzte seiner drei späten Sonaten und deshalb dasjenige Klavierwerk Schuberts, das am meisten vom Nimbus eines «Schwanengesangs» umgeben ist. Die Sonate wurde von Georgji als «die Krone von Schuberts Klavierschaffen, … die schönste, die nach Beethoven geschrieben worden ist», bezeichnet.

Tatsächlich ist das Werk in seiner Poesie und Weiträumigkeit des Klangs mit der Welt Debussys verwandt, andererseits bildet die Sonate in ihrer monumentalen Form auch einen Kontrast zu den in sich geschlossenen, kürzeren Stücken der Préludes.

Eine spannende Gegenüberstellung, die gemäss Mitteilung in der Interpretation von Alexander Lonquich zum Ereignis zu werden verspricht. (pd)

Reservationen in der Kunsthalle Ziegelhütte unter 071 788 18 60 oder info@kunsthalleziegelhuette.ch