Podest an den Euroskills nur kanpp verfehlt

Die Euroskills in Ungarn brachten letzte Woche 500 junge Talente zusammen. Maurer Stefan Hersche aus Appenzell brilliert am Wettbewerb.

Gwendoline Flückiger
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Stefan Hersche an den Euroskills in Budapest. Bild: PD

Stefan Hersche an den Euroskills in Budapest. Bild: PD

Stefan Hersche, sind Sie zufrieden mit dem Ergebnis?

Das ist schwierig zu beantworten. Am ersten Tag ist mir alles super gelungen und ich war zufrieden mit meiner Leistung. Allerdings kann ich nicht dasselbe vom zweiten Tag behaupten. Dass ich den dritten Platz so knapp verpasst habe, ist sehr schade.

Womit sind Sie denn zufrieden und womit nicht?

Mein erstes Objekt, ein Modell des Heldenplatzes in Budapest, ist mir gut gelungen. Das Modell der Kettenbrücke in Budapest allerdings weniger. Ich habe einen Fehler gemacht, der mich viel Zeit gekostet hat.

Woher wussten Sie, was Sie genau bauen müssen?

Alle Teilnehmer hatten Pläne im Voraus erhalten, damit wir uns vorbereiten können. Doch die Pläne am Wettbewerb waren ein wenig abgeändert, da es sonst zu einfach gewesen wäre.

Wie hatten Sie sich sonst auf die Euroskills vorbereitet?

Ich habe sechs Mal für zwei bis drei Tage trainiert. Beispielsweise an den Swissskills und der Oba. Ausserdem war Mentaltraining Teil meiner Vorbereitung. Ebenfalls wichtig zu erwähnen ist der Zusammenhalt in unserem Team. Wir haben uns gegenseitig geholfen und uns gut verstanden.

Würden Sie im Nachhinein etwas anders machen?

Ich glaube nicht. Vorbereiten würde ich mich auf dieselbe Art und Weise. Auch am Wettkampf würde ich wahrscheinlich das Meiste genau gleich machen. Fehler kann man nicht immer vermeiden, das gehört zu einem Wettbewerb. Wichtig ist, nicht aus der Ruhe zu kommen.

Was tun Sie jetzt, da der Wettbewerb vorbei ist?

Ich arbeite wieder wie gewöhnlich und geniesse es, nicht konstant wegen des Wettbewerbes und der Vorbereitung unter Druck zu stehen. Ich habe insgesamt einen Monat von der Arbeit gefehlt, was besonders in der Hochsaison problematisch sein kann. Deswegen bin ich dankbar, dass ich einen verständnisvollen Arbeitgeber habe.

Können Sie sich vorstellen, erneut an einem solchen Ereignis mitzumachen?

Ja ich kann es mir durchaus vorstellen. Es war eine wundervolle und interessante Erfahrung. Ich habe vieles gelernt und hatte grossen Spass dabei.