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Plusport-Angebot im Appenzellerland bleibt erhalten

Der Appenzeller Plusport-Verband bietet Menschen mit einer Beeinträchtigung Sportlektionen. Verschärfte Anforderungen an Leitungspersonen gefährdeten dies. Hilfe kam auch von extern.
Mea Mc Ghee
«Körperliche Aktivität in der Gruppe ermöglicht Menschen mit einer Beeinträchtigung wertvolle Erlebnisse», ist der Geschäftsleiter der Stiftung Waldheim überzeugt. Hier eine Turnstunde der Sektion Vorderland von Plusport. (Bild: PD)

«Körperliche Aktivität in der Gruppe ermöglicht Menschen mit einer Beeinträchtigung wertvolle Erlebnisse», ist der Geschäftsleiter der Stiftung Waldheim überzeugt. Hier eine Turnstunde der Sektion Vorderland von Plusport. (Bild: PD)

Seit dem 1. Januar müssen 80 Prozent der Turn- und Sportlektionen von Plusport durch speziell ausgebildete Leiterinnen und Assistenten durchgeführt werden. Nur so erhalten die Sportangebote für Menschen mit einer Beeinträchtigung Gelder vom Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV). Bis Ende letzten Jahres wurde die Nichterfüllung der Vorgaben des BSV nur durch eine leichte Reduktion der Kostenübernahme «bestraft», was auch von den vier Sektionen des Appenzeller Plusport-Verbandes in Kauf genommen wurde.

Anforderungen an Leiter erhöht

Hannes Friedli, Präsident Plusport Appenzellerland. (Bild: PD)

Hannes Friedli, Präsident Plusport Appenzellerland. (Bild: PD)

Im vergangenen Frühling hatten die Delegiertenversammlung des Dachverbandes Plusport Schweiz beschlossen, die Ausbildungsanforderungen an die Leiterpersonen zu erhöhen. Dieser Entscheid bereitete Hannes Friedli, dem Präsidenten des Appenzeller Plusport-Verbandes, Sorgen, denn einige der langjährigen Leiterinnen und Leiter der vier Appenzeller Sektionen verfügten nicht über die neu geforderten Ausbildungen. Zudem wollten oder konnten sie aus verschiedenen Gründen die Ausbildung nicht absolvieren. «Manche ziehen gar einen Rückzug in Betracht», sagte Friedli im März 2018. Dies hätte einen Teil der Lektionen gefährdet. Insbesondere die «Mittwochsgruppe» der Sektion Vorderland für Menschen mit einem grossen Handicap stand nach dem Rückzug von gleich drei Leitenden vor dem Aus. «Nur schon ein Rücktritt kann ein Loch ins Netz reissen», beschreibt Friedli.

Die Komfortzone verlassen

Heute kann der Präsident von Plusport Appenzellerland Entwarnung geben. Es sei gelungen, genügend Personen zu motivieren, die Ausbildung zum Assistenten oder zum Leiter zu absolvieren. Nicht zuletzt dank des Engagements der Stiftung Waldheim. «Viele unserer Bewohnerinnen und Bewohner besuchen Lektionen von Plusport. Die körperliche Aktivität in der Gruppe ermöglicht wertvolle Erlebnisse», sagt Werner Brunner, Geschäftsleiter der Stiftung Waldheim. Dank des Engagements der freiwilligen Leiterinnen und Leiter sei die Institution lange in einer Komfortzone gewesen. Als einer der Hauptnutzer des Sportangebotes sah sich die Stiftung in der Verantwortung, angesichts der veränderten Bedingungen einen aktiven Part zu übernehmen. Deshalb habe man die Mitarbeitenden motiviert, die Leiterausbildung von Plusport zu absolvieren. Die Mitarbeitenden der Stiftung Waldheim können die Kurse während der Arbeitszeit besuchen und auch ihre Leiter- oder Assistenztätigkeit bei Plusport fällt in die Arbeitszeit.

Sportlektionen den Möglichkeiten anpassen

«Dank der neuen Leitungspersonen musste keines der Sportangebote gestrichen werden», ist Hannes Friedli erfreut. Kontinuität bei den Leitenden zu gewährleisten, sei aber weiterhin eine Herausforderung. Er betont, dass die bei Plusport erworbenen Qualifikationen und das Engagement gute Referenzen in der Vita junger Menschen seien. Gerade in der dreitägigen Ausbildung zum Assistenten würden spezifische Themen im Behindertenbereich vermittelt. Es sei wichtig, dass die Sportlektionen den Möglichkeiten der Menschen angepasst seien. «So wird Freude an der Bewegung geweckt und es sind positive Erlebnisse möglich.» Sei es beim Schwimmen, Turnen, Klettern oder dem Angebot Sport für Kinder.

Grosser Auftritt am Weltturnfest

Rund 40 Mitglieder von Plusport Appenzellerland werden zudem im Juli an der Gymnaestrada in Dornbirn einen grossen Auftritt haben: Mit Turnenden aus dem Appenzellischen Kantonalturnverband (ATV) bilden sie die Gruppe «Säntis Gym Plus».

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